Cafeyn kauft Online-Kiosk Blendle

 

Der Online-Kiosk Blendle hat seine Eigenständigkeit verloren: Gründer Alexander Klöpping hat ihn an das französische Unternehmen Cafeyn verkauft.

Blendle, ein Online-Kiosk für journalistische Inhalte, elektrisierte 2015 bei seinem Start in Deutschland viele in der Medienbranche: Das niederländische Startup mit Geldgebern wie Axel Springer und der New York Times setzte auf den Verkauf einzelner Artikel.

Die Euphorie ist längst vorbei: Wichtige Medien und Medienhäuser haben sich von der Plattform zurückgezogen, und in den Niederlanden, dem Heimat- und Kernmarkt, ist Blendle im vergangenen Jahr von einem Micropayment-Modell auf ein Premium- Abo-Angebot umgestiegen.

Nun gibt es einen weiteren gravierenden Einschnitt in der Unternehmensgeschichte: Der französische Konkurrent Cafeyn hat Blendle übernommen. Der Kauf werde es der Gruppe ermöglichen, ihre Expansion in Europa und Nordamerika zu beschleunigen, teilten die Franzosen am Donnerstag mit.

Cafeyn wurde 2006 gegründet und ist u.a. in Frankreich, Großbritannien, Italien und den USA verfügbar. Die Gruppe hat nach eigenen Angaben 150 Mitarbeiter und gut 2.500 Pressetitel im Sortiment. Nun sollen die Titel von Blendle auch den Cafeyn-Nutzern zugänglich gemacht werden. Gründer Alexander Klöpping kündigte in einem Medium-Blogpost an, dass die zwei Plattformen zunächst erhalten bleiben sollten. Es solle aber in Zukunft eine App geben, wo beide gelesen werden könnten. Klöpping selbst tritt als Blendle-Geschäftsführer zurück und wechselt in den Cafeyn-Vorstand.

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