Exklusiv: Wie Burda Forward mit kostenpflichtigen Webinaren Zusatzerlöse erzielt

 

Mitten in der Corona-Krise begannen Focus Online und Finanzen 100 mit kostenpflichtigen Webinaren zu experimentieren. Die Ergebnisse sind so vielversprechend - 65.000 Euro Umsatz erzielte man z.B. mit einem Webinar von Börsenexperte Dirk Müller - dass Burda Forward jetzt größer in den Markt einsteigt. Zum exklusiven kress pro-Case.

Die Idee

Nur zwei Wochen vergehen von der Idee bis zur Umsetzung, dann ist die Börsen-Millionärin Beate Sander Mitte Mai in einem Webinar von Focus Online und Finanzen  100 zu sehen: Sie gibt den Teilnehmern per Video Tipps für ihre Geldanlage. Mitten in der Corona-Zeit hat Burda Forward ein Konzept entwickelt, das viel Potenzial verspricht. Drei Trends haben das Experiment begünstigt: eine wachsende finanzielle Unsicherheit während der Corona-Krise, der Erfolg von Onlineformaten und Videokonferenzen und das Wegbrechen traditioneller Messen und anderer Großveranstaltungen.

Vor diesem Hintergrund hatte der Finanzen-100-Director Simon Deconinck die Idee, Geldanlageberatung in Form von Webinaren anzubieten. "Ein kleines Team hat bei null angefangen und innerhalb von 14 Tagen das erste Webinar auf die Beine gestellt. Das erste Feedback der Nutzer war großartig", sagt Daniel Steil, langjähriger Chefredakteur von Focus Online und heutiger Chief Content Officer und Geschäftsführer von Burda Forward. Die spontane Umsetzung zahlte sich aus: An der ersten Digitalveranstaltung mit Beate Sander nahmen rund 1.200 Teilnehmer teil - bei einem Ticketpreis von fast 20 Euro.

Eine Frage, die bei der Entwicklung der Finanz-Webinare laut Daniel Steil im Mittelpunkt stand, lautete: Warum geht jemand auf Finanzmessen? Daran habe man später viele Neuerungen ausgerichtet - um ein Erlebnis zu schaffen, bei dem die Nutzer dem Referenten nicht nur passiv zuhören, sondern auch untereinander und mit dem Moderator interagieren können. Dazu tragen verschiedene Tools ebenso bei wie die Möglichkeit für die Nutzer, bereits vorab per Mail und während der Veranstaltung über einen Chat Fragen an den Referenten zu stellen.

Die Technik

Nach der ersten Veranstaltung war den Verantwortlichen um Daniel Steil schnell klar, dass noch einiges verbessert werden kann. So legte man sich schnell ein professionelles Kamera-Equipment für die Aufzeichnung der durchschnittlich eineinhalbstündigen Webinare zu, um die Veranstaltungen professioneller übertragen zu können. "Wir haben gemerkt, dass die Zuschauer teilweise bereits eine Viertelstunde vor Beginn in die Webinar-Räume gekommen sind. Das ist eine Zeit, die man nutzen kann, um sie entsprechend mit Informationen zu versorgen. Für die Interaktion mit dem Publikum nutzen wir zudem die Q&A- und Abstimmungsplattform sli.do. Zuschauer können hier vor und während des Webinars Fragen einstellen und die Fragen anderer hochvoten. So sieht der Moderator, was dem Publikum unter den Nägeln brennt“, sagt Simone Wagner, Projektmanagerin bei Burda und verantwortlich für die Organisation der Webinare. Außerdem habe man den Anmeldeprovider gewechselt und benutze nun Xing Events. Als Webinar-Software kommt Go-to-Meeting zum Einsatz. Die Durchführung der Veranstaltungen erfolgt dabei komplett in Eigenproduktion.

Die Preise

Die Vermarktung

Das Potential

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