Exklusiv: Langjähriger Innovationschef Tobias Köhler verlässt SWMH

27.08.2020
 

Die Südwestdeutsche Medienholding, Heimat von Süddeutscher Zeitung und Stuttgarter Zeitung, verliert eine ihrer Top-Führungskräfte. Nach kress.de-Infos wird Tobias Köhler das Unternehmen verlassen.

Tobias Köhler (47) bestätigt die Trennung gegenüber kress.de. "Ich werde die SWMH verlassen. Nach 20 Jahren orientiere ich mich beruflich neu und habe Lust dazu." Er gehe "im besten gegenseitigen Einvernehmen".

Zur Person: Köhler war seit 2019 Corporate Entrepeneur bei der Südwestdeutschen Medienholding mit Sitz in Stuttgart und München. Er entwickelte neue Geschäftsfelder und identifizierte mögliche Startup-Beteiligungen. In dieser Funktion berichtete er direkt an den CEO Christian Wegner.

Zuvor wirkte Tobias Köhler bei der SWMH vier Jahre lang als Leiter Konzernbereich Strategie & Innovation. Das Innovationsteam wurde 2015 vom damaligen Vorsitzenden der Geschäftsführung, Richard Rebmann, gegründet. Rebmann sagte zum Start: "Innovation ist gerade im Medienwesen der Schlüssel für erfolgreiches Handeln. Von unserem Innovationsteam erwarten wir neue Produktideen und die professionelle und strukturierte Umsetzung schon begonnener Projekte." Das neue Strategie- und Innovationsteam war ein wesentlicher Baustein im Rahmen des Strategieprozesses "SWMH 2020".

Bevor Tobias Köhler ins Management der Südwestdeutschen Medienholding einstieg, war er lange Führungskraft bei der Stuttgarter Zeitung. Als Digitalchef baute er ab 2009 bei der SWMH-Marke die Digitalredaktion auf und trug die inhaltliche Verantwortung für alle digitalen Kanäle. Kurz nach seinem Antritt bei der Stuttgarter Zeitung als Redakteur für Digitalthemen stieg Köhler 2001 zum Stv. Leiter der Lokalredaktion Stuttgart auf. Seine journalistische Laufbahn begann er als freier Sportjournalist.  

Hintergrund: SWMH-Chef Christian Wegner hat im vergangenen Oktober eine "umfassende Unternehmensstrategie" vorgelegt (kress.de berichtete). Investitionen von mehr als 100 Mio Euro sind geplant. Wegner will "die digitalen Angebote ausbauen und eine wettbewerbsfähigere Aufstellung" erreichen. Zugleich muss der ehemalige ProSiebenSat.1-Manager auch Kosten einsparen: Bis Ende 2020 wird es einen "Stellenabbau allenfalls in jeweils zweistelliger Höhe für die Unternehmensbereiche Süddeutscher Verlag, Medienholding Süd und in der Holding selbst" geben. Die SWMH geht davon aus, diesen Stellenabbau überwiegend sozialverträglich umsetzen zu können. Rund 5.500 Mitarbeiter sind bei der SWMH beschäftigt.

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