NDR-Hörfunkdirektorin Katja Marx: Was man aus dem Erfolg des Drosten-Podcasts lernen kann

28.08.2020
 

Katja Marx, Hörfunkdirektorin des Norddeutschen Rundfunks, sagt im Interview mit der taz, was Interviewer und Experten aus dem Erfolg des Podcasts "Coronavirus-Update" ableiten können.

Am Dienstag, 1. September kehrt der preisgekrönte NDR-Info Podcast "Coronavirus-Update" mit Christian Drosten aus der Sommerpause zurück. Dabei gibt es ein neues Konzept: Es wird jede Woche eine neue Folge geben: immer im Wechsel zwischen Christian Drosten und Sandra Ciesek, Direktorin des Instituts für Medizinische Virologie am Universitätsklinikum Frankfurt. "Sie ist Virologin und Ärztin und damit näher an der medizinischen Praxis dran als er. Wir haben lange gemeinsam mit Christian Drosten überlegt, was wir verändern wollen. Die erste Folge machen beide gemeinsam, und da werden wir das Konzept dann auch erläutern", sagt NDR-Hörfunkdirektorin Katja Marx im Interview mit der taz.

Der Podcast wurde inzwischen 60 Millionen mal abgerufen: "Interviewer könnten daraus lernen, wie wichtig es ist, Fragen zu stellen, deren Antworten man nicht schon vorher kennt. Experten können daraus lernen, auch mal zuzugeben, dass man nicht alle Antworten weiß", so Katja Marx im Interview mit René Martens. Ein Grund für den Erfolg sieht die Führungskraft darin, "dass wir hier jemanden auf der Suche nach Antworten begleiten, der noch dabei ist, sich die Fakten zu erschließen. Das kann für uns Hörer viel interessanter sein als eine vorgefertigte Meinung."

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