Philipp Weltes Aufruf an Verleger: Sensibel zwischen verunsicherten Manipulierten und anti-demokratischen Manipulierern unterscheiden

01.09.2020
 

Philipp Welte, Vizepräsident des Verbands der Deutschen Zeitungsverleger, appelliert an alle Verlage und Redaktionen, sich "angesichts der Aufwallung anti-demokratischer Kräfte vor dem deutschen Parlament" ihrer Verantwortung für die Stabilität der Demokratie bewusst zu machen und offensiv dafür einzutreten.

"Die verstörenden Bilder eines extremistischen Mobs beim Sturm auf das Reichstagsgebäude" zeigen aus Sicht des Verbands der Deutschen Zeitschriftenverleger (VDZ) "die große Gefährdung demokratischer Werte durch die massenhafte Verbreitung manipulativer Inhalte durch soziale Massenmedien".

Der VDZ-Vizepräsident Philipp Welte betont, die freie Presse sei eine der wichtigen Lebensadern unserer Demokratie, weil sie "immer ein Bollwerk unserer freiheitlichen und pluralistischen Grundordnung gegen politische Agitation und Manipulation ist." Sie stehe für die Freiheit der Meinungen in der deutschen Demokratie und damit auch für die freie Meinung derer, die jetzt gezielt gegen den Staat und seine Institutionen aufgehetzt würden. Es sei verlegerische und journalistische Verantwortung, "sensibel zwischen verunsicherten Manipulierten und anti-demokratischen Manipulierern zu unterscheiden." Philipp Welte, Vorstand Medienmarken National bei Hubert Burda Media: "Diejenigen, die die Presse bei ihrer Arbeit bedrohen, behindern, angreifen und bei jeder Gelegenheit 'Lügenpresse' skandieren, müssen in aller journalistisch gebotenen Neutralität und Deutlichkeit mit der Wirklichkeit konfrontiert werden, denn die Realität ist der wichtigste Impfstoff gegen extremistische Agitation."

Freiheit und Vielfalt gebe es nicht umsonst. Die freie Presse spiele dabei eine zentrale Rolle. Deshalb ist für Welte entschiedenes und politisch wirksames Eintreten für die freiheitlichen Werte unserer Demokratie das Gebot der Stunde.

Hintergrund : In Berlin hatte es am Wochenende Demos gegen die Corona-Politik gegeben. Dabei hatten nach Angaben der Polizei am Samstag etwa 300 bis 400 Demonstranten Absperrgitter am Reichstagsgebäude als Sitz des Bundestags überrannt und sich lautstark vor dem verglasten Besuchereingang aufgebaut.

Sie möchten exklusive Medienstorys, Jobkolumnen und aktuelle Top-Personalien lesen? Dann bestellen Sie bitte unseren kostenlosen kressexpress. Jetzt für den täglichen Newsletter anmelden.

Ihre Kommentare
Kopf
Inhalt konnte nicht geladen werden.