Wie Hans Demmel nach seinem Abschied als VAUNET-Chef durchstarten möchte

 

Ende einer Ära - und ein unternehmerischer Aufbruch: Hans Demmel, der langjährige Geschäftsführer von n-tv, gibt seinen Posten als Vorstandsvorsitzender des Verbands Privater Medien VAUNET auf. Er hat bereits neue Pläne.

Wie aktuell bekannt wurde, wird Demmel nicht mehr für den Lobby-Posten kandidieren. Stattdessen hat er eine eigene TV-Firma gegründet: One Stop mit Sitz in Köln entwickelt ab sofort Dokutainment- und News-Formate. Abnehmer von Demmels neuem Produktionsunternehmen sind TV- und Corporate-Kunden. Außerdem will er mit One Stop Mandanten bei der Optimierung bestehender TV-Formate beraten. Seine Motto lautet: "Dem Kunden helfen, dass die Botschaft ankommt."

"Seit meinem Ausscheiden bei n-tv haben mich immer wieder Anfragen mit der Bitte um Unterstützung zu Formatideen und größeren Projekten erreicht", sagt Hans Demmel nun. "Ich konnte diesen bisher auf Grund meiner ehrenamtlichen Verpflichtung und meiner fehlenden Aufstellung hierfür nicht nachkommen. Nun habe ich mich entschlossen, in meinem letzten Berufsabschnitt selbstständig zu arbeiten und dabei mein Know-how aus vier Jahrzehnten Tätigkeit im TV und im Digitalen einzubringen."

Hintergrund: Mit einem Erfahrungsschatz aus rund vier Jahrzehnten in der deutschen TV-Branche gilt Demmel als einer der bestvernetzten Medienmanager und Journalisten des Landes. Zwischen 2007 und Februar 2019 war er Geschäftsführer des Nachrichtensenders n-tv. Zuvor war er elf Jahr lang Bereichsleiter Magazine bei RTL sowie von 2003 bis 2007 Vox-Chefredakteur. Seine Karriere hatte er einst nach einem Lokalzeitungsvolontariat beim "Oberbayerischen Volksblatt" in Rosenheim 1979 beim BR-Fernsehen in München anrollen lassen. Für den BR arbeitete Hans Demmel elf Jahre lang als Reporter und Redakteur. Erstmalig auf Privat-TV-Seite wechselte er, als er 1990 CvD bei den Sat.1-News sowie später USA-Korrespondent von Sat.1 wurde. Die turnusgemäßen VAUNET-Neuwahlen stehen an. Demmel wird sein Amt dort zum 16. September aufgeben.

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