Diese Managementfehler lösen am häufigsten Kommunikationskrisen aus

16.09.2020
 

Drei Managementfehler führen am häufigsten zu Kommunikationskrisen. Welche das sind, hat die dpa-Tochter news aktuell gemeinsam mit Faktenkontor herausgefunden.

Im Rahmen des aktuellen Trendreport hat die dpa-Tochter news aktuell gemeinsam mit Faktenkontor nachgefragt, welches Verhalten einer Unternehmensleitung PR-Krisen auslöst. An der Umfrage haben 231 Fach- und Führungskräfte von Pressestellen aus Deutschland teilgenommen.

Über die Hälfte der PR-Profis glaubt, dass verheimlichte Fehler der häufigste Grund für eine Unternehmenskrise sind (51 Prozent). 39 Prozent der Befragten begründen Krisen wiederum mit mangelnder
Medienkompetenz der Chefs. Ebenso häufig führen sie eine Kommunikationskrise auf gravierende Fehlentscheidungen des Managements zurück (39 Prozent). Falschaussagen in der Öffentlichkeit gehören für gut jeden dritten Befragten zu den wahrscheinlichsten Krisenauslösern (35 Prozent). Verstöße gegen die
Compliance-Regeln wiederum machen einem knappen Drittel Sorgen (32 Prozent).

Weniger ins Gewicht fällt hingegen, wenn die Geschäftsführung fachlich nicht so gut aufgestellt ist. Nur 17 Prozent der Kommunikationsprofis befürchten negative Auswirkungen durch mangelnde Fachkompetenz. Auch kommt es in deutschen Unternehmen eher selten zu Krisen aufgrund von Grabenkämpfen in der Führungsetage. Nur jeder zehnte Befragte glaubt, dass PR-Krisen am ehesten durch schmutzige Konkurrenzkämpfe ausgelöst werden. Am wenigsten befürchten die Befragten, dass sich das Management im
privaten Kontext schlecht verhält (8 Prozent).

Durch welches Verhalten der Geschäftsführung werden am wahrscheinlichsten PR-Krisen ausgelöst?

Vertuschen von Fehlern 51%

Fehlverhalten in Interviews 39%

Treffen von immensen Fehlentscheidungen 39%

Falschaussagen in der Öffentlichkeit 35%

Missachtung von Compliance-Anforderungen 32%

Persönliches Fehlverhalten im Business-Kontext 29%

Persönliches Fehlverhalten auf Social Media 24%

Kundtun oder Verplappern nicht spruchreifer Themen 22%

Mangelnde fachliche Kompetenz 17%

Schmutziger Konkurrenzkampf in der Geschäftsführung 12%

Persönliches Fehlverhalten im privaten Kontext 8%

Quelle: Online-Befragung im Rahmen des Trendreports im Februar 2020 von news aktuell und Faktenkontor, Mehrfachnennungen möglich.

Datenbasis: 231 Fach- und Führungskräfte aus Pressestellen

Hintergrund: news aktuell ist seit 1989 am Markt und beschäftigt über 135 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Der Firmensitz ist in Hamburg. Weitere Standorte sind in Berlin, Düsseldorf, Frankfurt und München.

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