Warum Christoph Keese jetzt bei Galeria Karstadt Kaufhof gefragt ist

22.09.2020
 

Der Axel-Springer-Manager Christoph Keese zieht in den Aufsichtsrat des angeschlagenen Warenhauskonzerns Galeria Karstadt Kaufhof ein. Was den ehemaligen Chefredakteur von FTD und Welt am Sonntag für den Posten auszeichnet.

Christoph Keese soll den Platz des Politikers Harald Christ übernehmen. Dies berichtet das Handelsblatt unter Berufung auf eine internen Mitteilung in seiner Dienstagsausgabe.

Keese ist CEO der Digitalberatung Axel Springer Hy. Der frühere Chefredakteur der "Financial Times Deutschland" sowie der "Welt am Sonntag" und "Welt Online" wechselte 2008 von der Redaktions- auf die Verlagsseite und wurde Cheflobbyist bei Axel Springer. Auch die Verantwortung für digitale Themen des Medienhauses lag in seinem Bereich. 2017 übernahm er die Geschäftsführung der Firmentochter Axel Springer Hy, mit der er Unternehmen bei der digitalen Transformation unterstützt.

Catrian Bialek vom Handelsblatt ordnet die Top-Personalie so ein: "Es wird nicht nur seine digitale Expertise sein, die Keese für den Posten als Aufsichtsrat des Krisenunternehmens Galeria Karstadt Kaufhof, das sich in einem Insolvenzverfahren befindet, auszeichnet. Weggefährten heben seine große Fähigkeit zur Integration und zur Moderation hervor. Er könne verschiedenste Interessengruppen gut ausbalancieren und miteinander im Gespräch halten, sagt ein ehemaliger Kollege." Das alles sind für Bialek Qualitäten, die in der nächsten Zeit bei dem Warenhauskonzern vonnöten sein werden.

Wie das manager magazin berichtet soll Keese den Aufsichtsräten am 1. Oktober vorgestellt werden. Für Keese sei es bereits der zweite Job, den Galeria-Karstadt-Kaufhof-Eigentümer René Benko für ihn vorsehe. "Keese ist zudem Beirat in der Signa Sports United, einer Plattform für Sporthandel, zu der Marken wie Fahrrad.de oder Bikester gehören, und die eigenen Angaben zufolge über rund vier Millionen aktive Kunden verfügt", heißt es beim manager magazin.

Galeria Karstadt Kaufhof befindet sich in der Insolvenz in Eigenverwaltung.

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