Exklusiv: Stellenabbau bei der Handelsblatt Media Group

 

Die Handelsblatt Media Group (Geschäftsführerin Andrea Wasmuth) reagiert auf den Umsatzeinbruch im Corona-Jahr und will nach gemeinsamen Informationen von kress und Wirtschaftsjournalist 60 bis 80 Stellen streichen. Wie die Maßnahmen bei Handelsblatt und Wirtschaftswoche konkret aussehen.

Demnach sollen bei der Zeitung Handelsblatt 28 Stellen wegfallen und gleichzeitig acht neue geschaffen werden. Beim Magazin Wirtschaftswoche sollen zehn Jobs gestrichen werden und gleichzeitig zwei neue entstehen. Diese Angaben hat die neue Geschäftsführerin Andrea Wasmuth nach Recherchen von kress.de und Wirtschaftsjournalist bei einem virtuellen Townhall Meeting der Handelsblatt Media Group (HMG) am 1. Oktober verkündet.

Eine HMG-Sprecherin wollte die Informationen weder bestätigen noch dementieren. Sie teilte mit: "Wie viele andere deutsche Unternehmen und Medienhäuser sind auch wir von den wirtschaftlichen Auswirkungen der Corona-Krise betroffen. Wir konzentrieren und fokussieren uns auf strategisch wichtige Wachstumsfelder, um die Handelsblatt Media Group und deren Tochtergesellschaften kraftvoll für die Zukunft aufzustellen. Wir bitten um Verständnis, dass wir zum jetzigen Zeitpunkt keine Angaben zu einzelnen Maßnahmen machen werden."

In der gesamten HMG sollen nach kress- und Wirtschaftsjournalist-Informationen neben knapp 30 Stellen in der Redaktion mindestens weitere 30 Stellen in anderen Unternehmensbereichen verloren gehen. Am Ende sollen mindestens 60 Jobs eingespart werden, es könnten aber auch bis zu 80 werden, heißt es aus Unternehmenskreisen.

Während in der Redaktion vor allem "nicht schreibende" Mitarbeiter in der Grafik, Infografik und der Fotoredaktion betroffen sein sollen, ist die Lage im Veranstaltungsgeschäft unklar. Da das Eventgeschäft praktisch zum Erliegen gekommen sei, werde die Kurzarbeit für die Euroforum-Beschäftigten bis Ende 2021 verlängert, heißt es weiter aus Unternehmenskreisen. Wie viele Arbeitsplätze in diesem Bereich gestrichen werden sollen, ist demnach gegenwärtig noch ungewiss.

Tipp: Lesen Sie alle Hintergründe zu den Sparmaßnahmen bei der Handelsblatt Media Group in der nächsten Ausgabe des Wirtschaftsjournalist, die Ende Oktober erscheint. Bestellen Sie hier Ihr persönliches Exemplar vor: vertrieb(at)oberauer.com.

Der Wirtschaftsjournalist und kress.de erscheinen im Medienfachverlag Oberauer. Chefredakteur ist Wolfgang Messner.

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