Katja Wildermuth: Wie es sich anfühlt, als erste Frau Intendantin des BR zu werden

26.10.2020
 

Katja Wildermuth wird Amtsinhaber Ulrich Wilhelm bekanntlich als neue Intendantin des Bayerischen Rundfunks nachfolgen. In einem Interview beantwortet Wildermuth die Frage, ob sie stolz ist, als erste Frau Intendantin des BR zu werden.

"Ich komme aus einem Umfeld von Frauen, die immer gesagt haben: Ich will den Job nicht nur haben, weil ich eine Frau bin", sagt Katja Wildermuth in einem auf br.de erschienenen Interview. "Ich habe mich immer gefragt, wenn ich tolle Frauen eingestellt habe - und das habe ich oft gemacht - ob ich sie wirklich eingestellt habe, weil sie Frauen sind, oder weil sie einfach die Besten waren. Und ich würde für mich immer sagen, dass es auch die besten waren", so die 55-Jährige weiter.

Wildermuth findet, "wir brauchen eine Differenzierung innerhalb unserer Landesrundfunkanstalten". Dazu gehöre das Geschlecht, aber dazu gehörten auch andere Bereiche: soziale Differenzierung oder regionale Unterschiede. "Ich glaube, wir müssen uns einfach möglichst plural aufstellen, um die Gesellschaft, die immer ausdifferenzierter wird, in ihrer Pluralität wahrzunehmen", betont die kommende BR-Intendantin.

Hintergrund: Der Rundfunkrat wählte Katja Wildermuth mit 38 von 48 Stimmen (kress.de berichtete). Sie tritt das Intendanten-Amt zum 1. Februar 2021 an. Die Amtszeit beträgt fünf Jahre.

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