Zu viel Hass und Rassismus: Die Welt schiebt ihrer Kommentarfunktion den Riegel vor

03.11.2020
 

Ab sofort bleibt der Kommentarbereich auf Welt.de und in der Welt-News-App den Abonnenten der Axel-Springer-Marke vorbehalten. Warum sich die Redaktion unter Führung von Ulf Poschardt für diesen Schritt entschieden hat und was sie den Abonnenten verspricht.

"Seit dem Start von Weltplus haben wir mehr als 130.000 zahlende Abonnenten gewinnen können. Schnell haben wir gemerkt, dass für viele von Ihnen der Kommentarbereich ein essenzielles Element unseres Angebots ist, ein Ort des Austauschs, der Debatte, der Kritik. Das sehen wir in den Zahlen: Weltplus-Abonnenten lesen deutlich öfter die Kommentare unter Texten und sind selbst viel aktiver. Ungefähr 25 Prozent der Leserkommentare stammen schon heute von den 130.000 Abonnenten - bei weit mehr als 20 Millionen Nutzern, die wir monatlich auf unserer Seite zählen", schreibt die Welt in eigener Sache. 

Von den Abonnenten kämen die interessantesten Fragen und Argumente. Schon oft habe die Redaktion dort Themenanregungen oder Hinweise auf offene Fragen gefunden, die weitere Recherchen und Artikel nach sich gezogen hätten.

Auch die Gesamtzahl der abgegebenen Nutzerkommentare sei enorm gewachsen: "In diesem Jahr kamen wir auf bis zu 35.000 Nutzer-Kommentare pro Tag und zählten durchschnittlich 650.000 Kommentare im Monat", so die Welt-Redaktion.

Der liberale Umgang mit dem Mitteilungsbedürfnis der Nutzer habe aber auch seine Schattenseiten - wenn diese Freiheit missbraucht werde, um Hass, Rassismus oder Gewaltverherrlichung zu verbreiten. "Dabei waren es in den weit überwiegenden Fällen Nicht-Abonnenten, die die Grenzen unserer Nutzungsregeln getestet und übertreten haben", konstatiert das Team um Chefredakteur Ulf Poschardt. Das wolle man ab sofort ändern, "um die Qualität des Kommentarbereichs deutlich zu erhöhen und den Abonnenten ein angenehmes Umfeld für einen zivilisierten Meinungsaustausch zu bieten".

Die Redaktion verspricht mehr Austausch mit den Abonnenten, die Präsenz der Journalisten im Kommentarbereich werde erhöht. Und Nicht-Abonnenten können die Kommentare unter frei verfügbaren Artikeln weiterhin lesen.

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