Jolanta Baboulidis zum Twitter-Deutschland-Höhenflug: Keiner ist so schnell wie wir

05.11.2020
 

"2020 ist ein gutes Jahr für Twitter", sagt Jolanta Baboulidis, Country Director Deutschland, im Interview mit Horizont. Man habe in den ersten neuen Monaten ein Umsatwachstum im zweistelligen Prozentbereich erreicht und schreibe schwarze Zahlen. Warum Twitter im Aufschwung ist - auch bei den Frauen.

Dieses Plus werde Twitter Deutschland auch über das Gesamtjahr halten, so Jolanta Baboulidis im Horizont-Interview. Im USA-Geschäft von Twitter habe sich die Coronakrise wirtschaftlich sehr viel stärker bemerkbar gemacht. Besonders gut liefen in der Werbevermarktung die Videoformate. Sie machten weltweit mitterweile den Hauptanteil der Werbeeinnahmen aus. 

Zum Alleinstellungsmerkmal von Twitter sagt Baboulidis: "Keiner ist so schnell wie wir. Wenn sich irgendetwas tut, in der Politik, in der Wirtschaft oder im Sport, findet man die Nachricht und entsprechende Kommentare sofort auf Twitter. Das ist und bleibt unser USP". Zudem ermögliche man einen globalen Dialog. "Die Menschen nutzen Twitter nicht, um auf sich selbst oder ihre Aktivitäten aufmerksam zu machen. Sie weisen vielmehr auf etwas anderes hin und empfehlen anderen Nutzern, sich das auch anzuschauen", sagt die Twitter-Deutschland-Managerin im Gespräch mit Klaus Janke.

Twitter sei als Textnachrichtendienst gestartet, habe sich aber mittlerweile zu einer multimedialen Plattform entwickelt. Vor allem Videos werden laut Baboulidis sehr stark genutzt. Zudem habe man nun auch die Möglichkeit, nicht nur Menschen zu folgen, sondern auch Themen.

"Wir führen auch kontinuierlich neue Kontrollmöglichkeiten für unsere Nutzer ein. Sie können mittlerweile bestimmen, wer auf ihre Tweets antworten und wer sie überhaupt sehen darf. Um das beliebige und unbewusste Teilen von Inhalten zu vermeiden, erhalten Nutzer inzwischen einen Hinweis, wenn sie einen Link retweeten, den dahinter liegenden Artikel aber gar nicht gelesen haben", erklärt Baboulidis bei Horizont. Was sich bei Twitter nicht geändert habe: Die Plattform gebe jedem eine Stimme, und man könne darüber viel bewegen, wie in diesem Jahr vor allem die Bewegung #BlackLivesMatter gezeigt habe.

Twitter nutzen laut der Deutschland-Chefin auch immer mehr Frauen: "Mittlerweile steht es beim Anteil in Deutschland nur noch 60:40 für die Männer. Das ist fast schon ausgeglichen", betont Baboulidi. Weltweit liege man bei der Nutzerzahl um 34 Prozent gegenüber 2019 im Plus und wachse bei allen Nutzergruppen.

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