Warum Ex-Burda-Vorstand Jürgen Todenhöfer jetzt eine eigene Partei gründet

 

Jürgen Todenhöfer startet neu durch: Der langjährige Publizist, Burda-Manager und bisherige CDU-Politiker will mit seiner Partei Team Todenhöfer zur Bundestagswahl antreten. Was ihn antreibt und warum er für Deutschland eine Kulturrevolution ausruft.

Der Jugendfreund und ehemalige Schulkamerad von Verleger Hubert Burda saß von 1972 bis 1990 im Deutschen Bundestag - als CDU-Abgeordneter, wo er dem rechten Flügel zugeordnet wurde. Seinen Parteiaustritt gab er aktuell bekannt.

Nun verfolgt Todenhöfer, der sich in den vergangenen Jahr publizistisch als Autor und als Experte für Krisenregionen vor allem im Nahen Osten engagierte, neue Pläne: Pünktlich zu seinem 80. Geburtstag meldet er mit dem sogenannten "Team Todenhöfer" eine eigene politische Parteikarriere an. Todenhöfer möchte bei der Bundestagswahl im kommenden Jahr antreten, möglicherweise auch schon bei der Landtagswahl in seinem Heimat-Bundesland Baden-Württemberg.

Auf Facebook erklärt er seinen Entschluss, mit dem "Team Todenhöfer" nach 30 Jahren in die aktive Politik zurückzukehren. "Das Deutschland von heute wird weit unter Wert regiert", schreibt er dort. "Das Deutschland von morgen wird deshalb den Herausforderungen des 21. Jahrhunderts nicht gewachsen sein. Es sei denn wir denken endlich um. Wir brauchen eine gewaltfreie Kulturrevolution. Einen Aufstand der Anständigen gegen die Unanständigen. Wir müssen endlich alle Menschen so behandeln, wie wir selbst behandelt werden wollen. Das muss unsere Leitlinie werden", so Jürgen Todenhöfer. "Wir brauchen menschliche, ehrliche und unabhängige Politiker. Politiker, die zuerst dem Volk dienen und nicht sich selbst."

Zur Person: Jürgen Todenhöfer hatte einst Rechts- und Staatswissenschaften an den Universitäten München, Paris, Bonn und Freiburg und Freiburg, wo er dann auch promovierte, studiert. Sein Berufsweg führte ihn zunächst in eine juristische Karriere: 1972 wurde er Richter am Amtsgericht Kaiserslautern. Sein Weg in die Medien brachte ihn 1987 ins Unternehmen von Hubert Burda. Dort übernahm Todenhöfer nach und nach diverse Führungspositionen. Zuletzt war er bis 2008 stellvertretender Vorstandsvorsitzender mit Zuständigkeit für die Ressorts Verlage, Finanzen und Verwaltung. Erneut Medien-Führungsverantwortung erhielt Jürgen Todenhöfer, als er zwischen 2017 und 2018 - intern wie extern nicht unumstritten - Herausgeber der Wochenzeitung Der Freitag war.

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