Nach Kurzauftritt bei Berliner Zeitung: Matthias Thieme meldet sich als Finanztest-Chefredakteur zurück

 

Einen neuen Top-Posten hat Matthias Thieme gefunden: Er wird Chefredakteur von Finanztest. Zuletzt war der preisgekrönte Journalist unter dem Verleger-Ehepaar Friedrich für eine turbulente, kurze Zeit Chefredakteur der Berliner Zeitung. Es kam zum Streit.

Der 46-Jährige, bestens vernetzte Medienprofi, wird ab dem 1. Februar 2021 die Zeitschrift Finanztest der renommierten Stiftung Warentest mit ihrer monatlich verkauften Auflage von 200.000 Exemplaren sowie die Finanzthemen auf test.de verantworten. Er wird eine Redaktion mit 50 Mitarbeitern führen. Thieme tritt die Nachfolge von Heinz Landwehr an, der altersbedingt in den Ruhestand gehen wird.

Zur Person: Der renommierte Top-Journalist, Matthias Thieme, der für seine Recherchen und Veröffentlichungen bereits zweimal den Wächterpreis erhielt, war zuvor unter anderem auch Chefredakteur der Frankfurter Neuen Presse. Außerdem steuerte er als Ressortleiter Wirtschaft die überregionale Wirtschaftsberichterstattung für die Zeitungstitel von Funke.

Vor dieser Zeit bei Funke war Matthias Thieme Wirtschafts- und Finanzjournalist bei der Financial Times Deutschland sowie beim Magazin Capital.

"Wir freuen uns sehr, mit Matthias Thieme einen fachlich exzellenten und kreativen Wirtschaftsjournalisten mit großer Erfahrung in digitaler Transformation gewonnen zu haben", sagt Hubertus Primus, Vorstand der Stiftung Warentest.

Hintergrund: Matthias Thieme war vom Berliner Verlag im Dezember 2019 als Chefredakteur für digitale Produkte verpflichtet worden. Am 10. Februar dieses Jahres verkündete der Verlag, dass die bisherigen Chefredakteure Jochen Arntz und Elmar Jehn das Unternehmen verlassen würden. Thieme führte dann als alleiniger Verantwortlicher die Redaktionen von "Berliner Zeitung" und "Berliner Kurier" (kress.de berichtete). Nach dem Abgang von Matthias Thieme nach nur drei Wochen brodelte es im Verlag, es gab eine Diskussion über die Deutungshoheit. Thiemes Anwalt Andreas Cremer widersprach der Darstellung des Berliner Verlags, wonach Thiemes Weggang "persönliche Gründe" hatte (kress.de berichtete).

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