Gesellschaftspolitische Verantwortung: ProSiebenSat.1 baut 60-köpfige, zentrale Newsredaktion auf

08.12.2020
 

Die Seven.One Entertainment Group wird die Nachrichten für ProSieben, Sat.1 und kabel eins künftig über alle Plattformen selbst produzieren. Dafür wird am Hauptstandort in Unterföhring eine rund 60-köpfige, zentrale Nachrichtenredaktion aufgebaut. Warum für ProSiebenSat.1-Vorstand Wolfgang Link News-Berichterstattung eine so große Bedeutung hat.

Auf dem New Campus, dem neuen, im Bau befindlichen Firmensitz von ProSiebenSat.1, soll ein hochmoderner, crossmedialer Newsroom inklusive State-of-the-art-Studio entstehen, heißt es bei dem TV-Konzern. In Berlin sei darüber hinaus ein Hauptstadtbüro geplant.

"Wir bekräftigen mit diesem Schritt einmal mehr unser Selbstverständnis, die Menschen auf allen Plattformen zu informieren und damit zur Meinungsbildung in Deutschland beizutragen. Neben unseren zahlreichen Public-Value-Inhalten ist auch diese Entscheidung ein klares Signal, dass sich ProSiebenSat.1 seiner hohen gesellschaftspolitischen Verantwortung bewusst ist und bereit, diese noch stärker wahrzunehmen", erklärt Wolfgang Link, Vorstand ProSiebenSat.1 und CEO des Tochterunternehmens Seven.One Entertainment Group.

Chefredakteur der Seven.One Entertainment Group ist Sven Pietsch. Die Führungskraft, die bereits in den 90er Jahren bei ProSieben anfing, verspricht sich durch die zentrale Nachrichtenredaktion "völlig neue Möglichkeiten in der aktuellen Berichterstattung, vor allem in punkto Flexibilität und der crossmedialen Ausspielung über alle Plattformen". Pietsch kündigt an: "Nach dem Aufbau der neuen 'akte.'-Redaktion in Unterföhring bündeln wir unsere Informations-kompetenz und unser journalistisches Know-how mit der Inhouse-Nachrichtenredaktion und den bestehenden Magazinredaktionen noch stärker unter einem Dach."

Für Henrik Pabst, Geschäftsführer der Seven.One Entertainment Group, trifft den Kern der Content-Strategie des Unternehmens nichts besser als aktuelle Berichterstattung - "lokal, relevant und live". Eine hochwertige und unabhängige News-Berichterstattung sei in einer immer komplexer werdenden Welt mit auf Algorithmen basierten Informationsflüssen wichtiger denn je.

Hintergrund: Bislang lässt ProSiebenSat.1 die Nachrichten extern produzieren, nach Unternehmensangaben von Welt TV. Dieser Vertrag laufe Ende 2022 dann aus. Ein eigener TV-Nachrichtenkanal sei aber derzeit nicht geplant. Der Produktionsauftrag für das Sat.1-Frühstücksfernsehen bleibt weiterhin bei Welt TV.

Die Mediengruppe RTL Deutschland setzt schon seit einiger Zeit den Fokus auf eine Zentralredaktion. Das Projekt trägt den Namen "Inhalteherz". Im Februar geht die neue RTL News GmbH an den Start.

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