Was Thomas Lindner und Stefan Hilscher mit dem neuen FAZ-SZ-Vermarkter Republic vorhaben

 

Lange angedacht, nun endlich umgesetzt: FAZ und SZ gründen das Joint Venture Republic. Die neue Vermarktungsgesellschaft mit Sitz in Berlin soll ihre Arbeit zum 1. April aufnehmen - geführt von Jürgen Maukner und Ingo Müller.

Im künftigen Gemeinschaftsunternehmen wollen die beiden renommierten Zeitungshäuser das überregionale Werbeinventar von FAZ und SZ vermakten und für gehobene Zielgruppen "wirksame Kommunikationslösungen" aus einer Hand anbieten, wie es zur Ankündigung heißt.

An dem Joint Venture werden FAZ und SZ gleichberechtigt jeweils 50 Prozent halten. Korrespondierend erhält das neue Gemeinschaftskonstrukt zwei Geschäftsführer: Jürgen Maukner, derzeit Gesamtanzeigenleiter der SZ und Geschäftsführer der SZ Media GmbH, sowie Ingo Müller, derzeit Gesamtanzeigenleiter Werbemärkte & Media Solutions der FAZ, werden ein Team von rund 80 Mitarbeitern steuern, das sich zum überwiegenden Teil aus den bisherigen Vermarktungseinheiten zusammensetzen soll. Republic wird neben dem Hauptsitz in Berlin Büros in Frankfurt, München, Düsseldorf und Hamburg unterhalten. Außerdem möchte man mit einem Netzwerk internationaler Vermarktungspartner zusammenarbeiten.

"Mit Republic etablieren die beiden Häuser eine leistungsstarke Organisation für den Werbemarkt, die alle bestehenden, aber auch neue Kommunikationsangebote der Werbevermarktung beider Häuser klug bündelt und aus einer Hand anbietet", sagt Thomas Lindner, Vorsitzender der Geschäftsführung der Frankfurter Allgemeinen Zeitung GmbH. "Damit bieten wir eine in Deutschland hervorragende, tagesaktuelle Reichweite und Kommunikationskraft in Qualitätszielgruppen an und sichern die Relevanz der starken Marken Süddeutsche Zeitung und F.A.Z. im nationalen Werbemarkt."

"Wir arbeiten im digitalen Werbemarkt bereits zusammen und können auf eine gute Vertrauensbasis sowie eine engagierte Zusammenarbeit zurückblicken. Unsere Häuser verbindet der hohe publizistische Anspruch unserer Marken, die für unabhängigen Qualitätsjournalismus und gesellschaftlichen Diskurs stehen", sagt Stefan Hilscher, Geschäftsführer Süddeutsche Zeitung GmbH. "F.A.Z. und Süddeutsche Zeitung liefern ihren Leserinnen und Lesern die Grundlage für Teilhabe und Gestaltung von Politik, Wirtschaft, Kultur und Gesellschaft. Wer diese Menschen wirksam erreichen will, sollte künftig mit Republic sprechen, dem neuen Vermarkter von Premiummedien und -zielgruppen in Deutschland."

Hintergrund: Republic wird sich aufs Überregionale konzentrieren. Nicht eingeschlossen ist die Vermarktung des jeweiligen regionalen und lokalen Print- und Digital-Inventars. Nicht tangiert ist auch die Rolle des Vermarkters iq digital bei der Digitalvermarktung. Trotzdem ist das Potenzial enorm: Laut Berechnungen der beiden Häuser soll Republic Werbungtreibenden mit crossemdialen Angeboten den Zugang zu fast 30 Mio Lesern pro Monat verschaffen.

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