Jobwechsel für Medienprofis: Welche Fähigkeiten jetzt gefragt sind

21.01.2021
 

Im Publishing verändern sich die Geschäftsmodelle und dadurch wandeln sich auch Jobprofile und Führungsstile. Welche Chancen bieten sich im Arbeitsmarkt, was sind die entscheidenden Karrierefaktoren? Antworten im aktuellen kress pro-Dossier.

Seit Jahren wird in etlichen Branchen ein Mangel an Fach- und Führungskräften beklagt. Das gilt auch für die Medien, speziell wenn es um Jobs geht, bei denen Fähig- und Fertigkeiten zur digitalen Transformation gefragt sind. Zwar hat die Coronakrise zu Umsatzeinbußen geführt, Prognosen verhagelt und Personalabbau provoziert, doch selbst wenn zwischenzeitlich Einstellungsstopps verhängt wurden: Der strukturelle und durch digitalen Umbau getriebene Wandel in Medienunternehmen lässt sich dadurch nicht aufhalten. "Der Engpass bei Tech-Jobs hält an, Spezialisten beispielsweise in Business Intelligence und Data Analytics sind weiterhin gefragt", sagt der in der Medienbranche bestens verankerte Headhunter Christoph Hartlieb (siehe "kress pro" 9/2020).

Was Führungskräfte in den Medien mehr denn je mitbringen müssen, sind digitales Wissen und strategisches Durchdringen digitaler Themen. Zudem seien, wie Personalberater Hartlieb betont, "modernes Führungsverständnis, soziale Kompetenz und Kommunikationsstärke deutlich wichtiger geworden". Wer Karriere in Medien und Publishing machen will, sollte das im Blick haben. Auch wenn es banal klingen mag: Sich selbst kennen(lernen) und richtig einschätzen, Stärken und Schwächen erkunden, Arbeitszufriedenheit und berufliche Ziele abgleichen - das sollte regelmäßig auf der persönlichen Agenda stehen.

Erst recht, wenn sich Geschäftsmodelle so schnell verändern. Dann wandeln sich nämlich auch Jobprofile und die Art zu arbeiten. Vor wenigen Jahren waren Chief Digital Officer, Feel Good Manager und Scrum Master im Publishing seltene Wesen. Heute sind agiles Arbeiten, höhere Wertschätzung für Mitarbeiter und neue Schlüsselpositionen - dafür stehen die vorgenannten Beispiele  - ein Zeichen dafür, wie ernsthaft und fortgeschritten sich Unternehmen ihrer Zukunft stellen.

Daraus ergeben sich Folgen für Medienschaffende und Fragen zu ihrem beruflichen Fortkommen, denen sich "kress pro" im Karriere-Ratgeber-2021-Dossier intensiv widmet. Im Fokus stehen Führungskräfte in Medienunternehmen und solche, die es werden wollen. Als Personas dienen Berufserfahrene aus Geschäftsführung/Strategie, Vertrieb, Vermarktung, Redaktion. Die Fragen auf den folgenden Seiten sind aus deren Blickwinkel und Bedürfnis gestellt. Die Antworten, Tipps und Empfehlungen speisen sich wesentlich aus der Expertise von Philipp Fleischmann, Maren Freyberg und Claudia Michalski, allesamt kundig in Berufs- und Karrierethemen, erfahrene Personalberater und Publishingpraktiker.

Wie sich eine Laufbahn entwickelt, hängt neben der individuellen Qualifikation von mindestens drei Faktoren ab: Planung, Initiative, Zufall. Gerade in der Medienbranche "ist Selbstvermarktung nicht Kür, sondern Pflicht", betont Claudia Michalski (siehe auch Interview ab Seite 4). Denn: "Gute Leistungen sprechen nicht für sich, sie müssen verbreitet werden." Dadurch gerät man in den Blick von Jobentscheidern und Personalberatern. "Je besser und konkreter man sich selbst positioniert, desto mehr bleibt man ihnen im Gedächtnis", sagt Headhunterin Maren Freyberg (siehe auch Interview ab Seite 12). Themen, die jemand erfolgreich vorangetrieben hat und die sich durch den persönlichen Werdegang ziehen, sollten als "klare Schwerpunkte und Mehrwerte definiert werden". 

Berufliche Karriere ist stets auch mit der Frage verknüpft: Bleiben oder gehen? Um den Markt zu sondieren, hilft es, in einschlägigen Jobbörsen zu stöbern und sich dem eigenen Profil entsprechend interessante Ausschreibungen zuschicken zu lassen. Aber wer einen Wechsel anstrebt, darf sich nicht allein darauf verlassen. Relevante Stellenanzeigen für Medien-Führungskräfte tauchen dort selten auf. "Die meisten Positionen werden nicht offiziell ausgeschrieben, sondern entweder durch das Netzwerk der Geschäftsführer und Chefredakteure vergeben oder durch einschlägige Personalberater", sagt Claudia Michalski (siehe auch Interview ab Seite 4). Dann ist es oftmals entscheidend, zur richtigen Zeit mit den richtigen Leuten vernetzt zu sein - und dadurch an der richtigen Stelle zu landen. Eine Erfahrung, aus der Personalexperte Philipp Fleischmann eine Aufforderung zur kontrollierten Offensive ableitet: "Wer gefunden werden will, muss sichtbar sein." (siehe auch Interview ab Seite 8).

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kress pro, das Magazin für Führungskräfte in Medien, erscheint wie kress.de im Medienfachverlag Oberauer. Chefredakteur ist Markus Wiegand.

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