Warum Südwest Presse, Stuttgarter Zeitung und Stuttgarter Nachrichten beim Berlin-Büro zusammenarbeiten

 

Schulterschluss in der Hauptstadt: Ulrich Becker, Joachim Dorfs und Christoph Reisinger, Chefredakteure von Südwest Presse, Stuttgarter Zeitung und Stuttgarter Nachrichten, rücken bei den Berlin-Büros zusammen. Man kooperiere "auf Augenhöhe", wie es in Stuttgart und Ulm heißt.

Die Zusammenarbeit soll schon am 1. März starten, wie nun bekannt wurde. Geplant ist ein gegenseitiger Austausch von Texten sowie gemeinsame Interviews. Die Büros der beiden Zeitungshäuser Südwest Presse auf der einen und Stuttgarter Zeitung/Stuttgarter Nachrichten auf der anderen sollen nicht zusammengelegt werden, die Korrespondenten arbeiten weiterhin eigenständig. Allerdings erhöht sich der Austausch.

Unter dem Motto "Gemeinsam Kräfte stärken" steht die Kooperation. Berichte aus dem Berliner Büro von Stuttgarter Zeitung und Stuttgarter Nachrichten erreichen eine tägliche Auflage von 940.000 Exemplaren. Die Beiträge der Südwest Presse, die ihre Aktivitäten in Berlin unter dem Dach der Neuen Berliner Redaktionsgesellschaft gebündelt hat, erreichen täglich 540.000 Exemplare. Gemeinsam werden die Beiträge aus Stuttgarter Zeitung/Stuttgarter Nachrichten und Neuer Berliner Redaktionsgesellschaft somit täglich in bis zu 1,5 Millionen Zeitungsexemplaren veröffentlicht. Zusammen stoßen die Kooperationspartner in die relevante Spitzengruppe der publizistischen Angebote aus der Bundeshauptstadt vor, heißt es stolz in Stuttgart und Ulm.

"Wir versprechen uns von dem Schritt eine weitere Steigerung unserer Qualität und unserer Reichweite", sagt Joachim Dorfs, Chefredakteur der Stuttgarter Zeitung. Der zunehmenden Konzentration journalistischer Angebote insbesondere in Berlin könne man nur durch solche Projekte begegnen.

"Das ist eine Kooperation auf Augenhöhe", sagt Ulrich Becker, Chefredakteur der Südwest Presse. "Beide Partner wollen von der Stärke des jeweils anderen profitieren, ohne dass wir unsere Eigenständigkeit aufgeben."

Christoph Reisinger, Chefredakteur der Stuttgarter Nachrichten, ergänzt: "Mit der Zusammenlegung der Kräfte machen wir auch anderen Redaktionen ein Angebot zur Kooperation."

Hintergrund: Im Berliner Büro der beiden Stuttgarter Blätter arbeiten fünf Korrespondentinnen und Korrespondenten. Sie beliefern unter anderem auch die Redaktionen der Badischen Zeitung, der Freien Presse Chemnitz und des Schwarzwälder Boten. Die Neue Berliner Redaktionsgesellschaft (NBR) produziert mit zwölf Kolleginnen und Kollegen die Mantelinhalte für die Südwest Presse, die Märkische Oderzeitungen (Frankfurt/Oder) und die Lausitzer Rundschau (Cottbus). Außerdem bezieht die Schwäbische Zeitung (Ravensburg) Inhalte von der NBR.   

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