Start im Mai: Diese Verlage und Medienmarken sind bei Facebook News an Bord

01.03.2021
 

Das Angebot Facebook News wird im Mai 2021 in Deutschland starten. "Wir freuen uns, bereits in der Anfangsphase zahlreiche Verlage für die Zusammenarbeit gewonnen zu haben", sagt Facebook-Manager Jesper Doub. Welche das sind und welche enorme Summe Facebook in die Nachrichtenbranche investieren will. 

"Mit Facebook News verfolgen wir das Ziel, Verlage und Redaktionen in Deutschland dabei zu unterstützen, neue Leser zu gewinnen, ihre Inhalte zu monetarisieren und ihr Geschäftsmodell langfristig und nachhaltig auszubauen. Wir werden Verlage und Medien dafür bezahlen, die von ihnen bereits auf unserer Plattform veröffentlichten Nachrichten um zusätzliche Inhalte zu ergänzen. Hierdurch ergeben sich weitere Möglichkeiten, um aus Traffic Werbeeinnahmen und Abonnements zu generieren", kündigt Jesper Doub, Director News Partnerships Europe bei Facebook an. Der Start von Facebook News in Deutschland setze auf dem Erfolg des Angebots in den USA auf. Dort hätten Facebooks Analysen ergeben, dass mehr als 95 % des Traffics, den Verlage über Facebook News generieren, den bereits im News Feed generierten Traffic ergänzten. "Im Jahr 2020 gingen allein über den News Feed weltweit rund 180 Milliarden Klicks an Nachrichtenverlage, die in unserem News Page Index registriert sind. Wir schätzen den Wert dieses Traffics für Verlage auf etwa 9 Milliarden US-Dollar", so Doub.

Facebook News wird im Mai 2021 in Deutschland starten. Die Liste der aktuellen Verlagspartner in alphabetischer Reihenfolge:

Conde Nast, Die Zeit, DDV Mediengruppe, Der Spiegel, Druckhaus Nürnberg, Frankfurter Allgemeine Zeitung, Funke Mediengruppe, Gruner +Jahr, Handelsblatt Media Group, Heise Medien, Ippen Digital, Mediasports Digital, Mediengruppe Oberfranken, Morgenpost Verlag, Motor Presse Stuttgart, Neue Pressegesellschaft, Nordwest-Medien, Promiflash, Promipool, Res Publica Verlag, RP Digital, Spektrum Verlag, Sport Media Group, Sport1 Medien, Tagesspiegel, TAZ Verlag, The Marquard Media International, Utopia, Verlagsgruppe Passau, VRM, yeebase.

Jesper Doub will im Laufe des Jahres weitere Partner bekannt geben. Die Inhalte der teilnehmenden Verlage sind über Links zu den Verlagsseiten erreichbar.

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Arne Wolter, Chief Digital Officer bei Gruner + Jahr, sagt zu der Kooperation: "Für Gruner + Jahr ist es wichtig, mit seinen journalistischen Angeboten dort zu sein, wo die Leserinnen und Leser sind. Mit dem News-Bereich schafft Facebook nun ein neues Format für Nachrichten. Wir nehmen hier teil, um noch mehr Menschen mit unseren Marken in Kontakt zu bringen und sie mittelfristig zu Stammnutz*innern und schließlich Abonnent*innen zu machen."

Spiegel-Geschäftsführer Stefan Ottlitz freut sich "in enger Partnerschaft mit Plattformen wie Facebook neue Wege auszutesten, um Leser:innen für Qualitätsjournalismus zu erreichen": Wir wollen herausfinden, wie wir gerade angesichts des Erfolgs unserer Abomodelle neue Interessierte für unsere Marken begeistern können - aber auch bestehende Abonnent:innen besser halten können, indem wir sie auf neuen Kanälen erreichen."

Stephanie von Unruh, Geschäftsführerin der Nordwest-Zeitung, sagt: "Wir als regionales Medienhaus finden es sehr spannend an diesem neuen Projekt in einer so frühen Phase mitzuwirken. Wir freuen uns über die Zusammenarbeit mit Facebook und halten das für einen wichtigen Schritt in die richtige Richtung."

Falko Ossmann, CDO beim Facebook News-Partner Heise Medien, betont  "Unsere Marken sind im IT-Journalismus in ihrer Unabhängigkeit und fachlichen Tiefe einzigartig. Wir sind sehr gespannt, wie diese Inhalte bei Facebook News genutzt werden. Unser Ziel ist es, gemeinsam mit Facebook neue Zielgruppen zu erschließen, um sie auch für unsere Premium-Produkte wie heise+, heise Security Pro und die heise Academy zu begeistern."

taz-Geschäftsführerin Aline Lüllmann ist immer daran interessiert, die Verwertungsformen der bereits erschienenen Artikel auszuweiten, deswegen verkaufe man gerne Nachdruck- und Nutzungsrechte an Plattformen, Datenbanken und Archive. "Außerdem ist uns daran gelegen, unsere journalistischen Beiträge leicht auffindbar und zugänglich zu machen. Facebook ist dabei schon lange einer der zentralen Kanäle, um unsere Leser*innen zu erreichen. Dass Facebook Nachrichten in einem eigenen Kanal bündelt und den Verlagen Geld für ihre Inhalte gibt, passt insofern in unsere Vermarktungsstrategie", so Lüllmann.

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Jesper Doub über Facebooks Investitionen in Qualitätsjournalismus: "Im Rahmen des Facebook Journalism Project haben wir mit mehr als 2.600 Verlagen weltweit zusammengearbeitet und Hunderte von Millionen Dollar in eine Vielzahl von Initiativen investiert. Im vergangenen Jahr wurde wir in Kooperation mit dem European Journalism Centre (EJC) der European Journalism COVID-19 Support Fund ausgerufen und 3 Millionen Dollar investiert, um Journalisten in Europa dabei zu helfen, Menschen während der Krise mit wichtigen und verlässlichen Nachrichten zu versorgen. Seit 2018 haben wir 600 Millionen US-Dollar in die Nachrichtenbranche investiert und wir planen weitere Investitionen von mindestens 1 Milliarde US-Dollar im Laufe der nächsten drei Jahre."

In Deutschland unterstützt Facebook hochwertigen, unabhängigen Journalismus durch verschiedene Initiativen: Neben dem "Digital Journalism Fellowship" der Hamburg Media School, ein vom Facebook Journalism Project gefördertes Weiterbildungsprogramm, bieten wir auch umfangreiche Online-Trainingsprogramme für Verlage an, so z. B. die News Publishing Masterclass.

Hintergrund: Facebook News bietet eine Mischung aus kuratierten und personalisierten Nachrichten. Zusätzlich zu den wichtigsten Schlagzeilen und Geschichten des Tages erhalten Leser Vorschläge, die auf ihre persönlichen Interessen zugeschnitten sind, basierend auf den Nachrichten, die sie lesen, teilen und abonnieren. Darüber hinaus ist Facebook News eine Plattform, auf der Nutzer neue Themen und Geschichten entdecken können, die ihren Interessen entsprechen.

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