Studie: 4 von 5 Nutzern von Zeitungsinhalten lesen (auch) digital - wichtige Rolle des E-Papers

25.03.2021
 

Die Score Media Group hat in ihrer Studie "Die Zeitung der Zukunft" die bevorzugten Nutzungsformen und Erwartungen an die regionale Tageszeitung untersucht. Das sind die zentralen Ergebnisse.

Die regionale Tageszeitung wird zunehmend über immer mehr unterschiedliche Endgeräte sowie zeitlich und örtlich flexibel genutzt. Bereits vier von fünf befragten Nutzer greifen heute auch digital auf Zeitungsinhalte zu, insbesondere die jungen Leser unter 30 Jahren wissen die Vorteile der digitalen Zeitung zu schätzen, wie der Vermarkter Score Media Group mit Hilfe der Studie Die Zeitung der Zukunft herausgefunden hat.

Ein weiterer Trend ist die Multi-Channel-Nutzung: Mehr als ein Viertel liest die Zeitung heute schon über drei Kanäle, in Zukunft wollen 41 Prozent drei Angebote nutzen. Über alle Altersgruppen hinweg begeisterten vor allem zeitgemäß umgesetzte E-Paper-Angebote die Konsumenten.

Welche Angebote der regionalen Tageszeitung überzeugen die Nutzer? Dieser Fragestellung ging die Studie mit der Präsentation einer E-Paper-Ausgabe wie einer bezahlten Web-Version an bisherige Nicht-Nutzer des jeweiligen Angebots auf den Grund. "Gerade bisherige Nicht-E-Paper-Leser kommen schnell auf den Geschmack. Mehr als die Hälfte der Befragten sind nach der Präsentation eines E-Papers positiv überrascht und berichten von einem Wow-Effekt. Jeweils mehr als 50 Prozent schätzen die Option, Inhalte zu einem späteren Zeitpunkt erneut lesen zu können, die Benutzerfreundlichkeit, die einfache Handhabung wie auch die Übersichtlichkeit und Navigation sowie die Möglichkeit, die Artikel mit anderen zu teilen", heißt es in der Score-Media-Studie. Gefallen finden demnach aber keineswegs nur die Print-Leser, d.h. die zahlenden Abonnenten. Das E-Paper sei auch für bisher nicht zahlende Web-Nutzer attraktiv - 44 Prozent könnten sich perspektivisch die (zusätzliche) Nutzung vorstellen.

So kann das E-Paper laut Score Media gleichzeitig als Einstieg in den bezahlten Konsum journalistischer Inhalte auch im Web dienen und erfolgreich die Brücke zwischen analoger und digitaler Nutzung von Paid Content schlagen. Insbesondere die junge Zielgruppe der zwischen 18- und 29-Jährigen möchte künftig (auch) das E-Paper nutzen (66 Prozent).

Wie wertvoll die Inhalte der regionalen Tageszeitung für die Menschen sind, zeigt auch folgende Zahl: Über alle Altersgruppen und Angebotsformen (Print, E-Paper, kostenpflichtige Web-Angebote) hinweg sind 83 Prozent der Nutzer bereit, zukünftig für professionell vor Ort recherchierte und aufbereitete Inhalte Geld auszugeben. Bei den unter 30-Jährigen sind es sogar neun von zehn Befragten (88 Prozent).

Wie der Blick auf die Web-Angebote der regionalen Tageszeitungen und die E-Paper-Ausgaben zeigt, haben vor allem die E-Paper-Leser klare Erwartungen an die Interaktionsmöglichkeiten: 54 Prozent der E-Paper-Nutzer erwarten Verlinkungen zu Hintergrundinformationen (Web-Angebote: 50 Prozent), 52 Prozent wollen sich die Artikel vorlesen lassen (Web: 36 Prozent), 51 Prozent wünschen sich im E-Paper mehr individuelle Benutzereinstellungen (Web: 35 Prozent) und 45 Prozent wollen Artikel im E-Paper über die Spracheingabe suchen (Web: 34 Prozent).

Weitere Ergebnisse der Studie: Mehr als die Hälfte der Leser erwartet, dass Werbung in den digitalen Zeitungsangeboten einen Mehrwert liefert.

49% der befragten Leser zwischen 18 und 29 können sich auch in Zukunft vorstellen, die gedruckte Ausgabe zu lesen.

Seit Gründung von Score Media ist die E-Paper-Auflage der Partner-Verlage im Schnitt um 18% pro Jahr gestiegen, inzwischen sind es 1.070.122 verkaufte Exemplare pro Tag.

"Diese Studie bestätigt unsere Grundüberzeugung: Redaktioneller Content mit Relevanz für das Leben der Leserinnen und Leser vor Ort hat Zukunft. Die insbesondere bei den unter 30-Jährigen ausgeprägte Zahlungsbereitschaft unterstreicht das Wachstumspotenzial digitaler Paid Content-Produkte", kommentiert Dominik Richarts, Director Solutions & Business Development der Score Media Group, die Ergebnisse. "Dadurch entstehen auch für Marken spannende neue digitale Touchpoints mit attraktiven Zielgruppen und hoher Umfeldqualität - optimale Rahmenbedingungen für eine effektive Crossmedia-Ansprache."

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