Nur Haustiere und Kinder sind erwünscht: Was Kommunikationsprofis bei Online-Meetings am meisten nervt

07.04.2021
 

Was sorgt bei Kommunikationsprofis für den meisten Unmut, wenn es um Online-Meetings geht. news aktuell und Faktenkontor haben Fach- und Führungskräfte aus Unternehmen, Organisationen und PR-Agenturen befragt. Das ist das Ergebnis.

Dass die Bandbreite nicht reicht und es dadurch zu Verzögerungen oder Ausfällen während Online Meetings kommt, nervt mit Abstand die meisten Befragten (69 Prozent). Jede/r zweite Kommunikationsverantwortliche (50 Prozent) regt sich am ehesten auf, wenn die Technik mal wieder spinnt, etwa, weil kein Bild oder kein Ton übertragen wird oder das Mikro nicht funktioniert. Außerdem haben virtuelle Meetings - der Corona-Situation geschuldet - grundsätzlich stark zugenommen, was bei 46 Prozent der Umfrageteilnehmer den größten Unmut erzeugt.

Dass sich Meetings infolge von Technikproblemen verzögern, stresst 41 Prozent. Fast ein Drittel der Befragten regt es auf, wenn die Teilnehmer in den Online-Konferenzen die "Stumm/Laut"-Funktion falsch anwenden, sprich, nicht merken, dass sie auf laut oder noch auf stumm geschaltet sind und damit den Ablauf und die Kommunikation behindern (29 Prozent). Jeder vierte Kommunikationsprofi ärgert sich darüber, wenn Teilnehmer die Kamera ausgeschaltet haben (26 Prozent), oder wenn Sätze wie "Hört ihr mich?" oder "Sorry, ich bin rausgeflogen" fallen (24 Prozent). Jeder fünfte Befragte wiederum stört sich am meisten an fehlenden Kenntnissen mit dem Meeting-Tool, etwa, wenn Nutzer private Chatnachrichten an alle Teilnehmer verschicken, oder wenn in unpassenden Situationen Spaßfilter angewendet werden (22 Prozent). Auch das Zuspätkommen anderer Teilnehmer (21 Prozent) sowie die Tatsache, sich in Online-Meetings ständig selber zu sehen (19 Prozent), nervt jeden fünften.

Wenig Anstoß nehmen die Befragten hingegen an den Haustieren, Partner oder Kindern, die während eines Online-Meetings durch das Bild springen. Nur sechs Prozent empfinden das als störend. Auch peinliche oder ungewünschte Inhalte sind kein Thema: Magere fünf Prozent der Umfrageteilnehmer stört es, wenn andere aus Versehen via Screensharing zum Beispiel Einblicke auf Familienfotos oder Shopping-Websites ermöglichen.

Ranking: Die nervigsten Dinge an Online-Meetings

1. Schlechte Internetverbindung 69%

2. Allgemeine Technik spinnt 50%

3. Gestiegene Anzahl an Meetings 46%

4. Meetings verzögern sich wegen Technikproblemen 41%

5. Falsche Verwendung der "Stumm/Laut"-Funktion 29%

6. Teilnehmer haben Kamera ausgeschalten 26%

7. Sätze wie "Hört ihr mich?", "Sorry, bin rausgeflogen" 24%

8. Fehlendes Tool-Know-how der Beteiligten 22%

9. Teilnehmer zu spät 21%

10. Sich selbst ständig sehen zu müssen 19%

Das Wichtigste aus den Medien - einmal am Tag: Jetzt den kressexpress bestellen

11. Unpassende virtuelle Hintergründe 15%

12. Teilnehmer chatten während der Konferenz und lenken dadurch vom Thema ab 12%

13. Teilnehmer essen während des Meetings 11%

14. Referent zu spät 9%

15. Teilnehmer springen auf, z.B. weil der Paketbote klingelt 7%

16. Haustiere, Partner oder Kinder, die durchs Bild springen 6%

17. Bei der 'Bildschirm teilen'-Funktion wird aus Versehen der Blick auf peinliche oder ungewünschte Inhalte ermöglicht 5%

Quelle: Online-Befragung im Februar 2021 von news aktuell und Faktenkontor, 353 Kommunikationsprofis aus Unternehmen, Organisationen und PR-Agenturen, Mehrfachnennungen möglich.

Hintergrund: news aktuell ist eine hundertprozentige Tochter der dpa. Das Unternehmen verschafft Unternehmen, Institutionen und Verbänden einen Zugang zu Medien und Verbrauchern und unterstützt die Organisationen dabei, ihre Storys zu erzählen. news aktuell ist seit 1989 am Markt und beschäftigt über 135Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Der Firmensitz ist in Hamburg. Weitere Standorte sind in Berlin, Düsseldorf, Frankfurt und München.

Sie möchten exklusive Medienstorys, Jobkolumnen und aktuelle Top-Personalien lesen? Dann bestellen Sie bitte unseren kostenlosen kressexpress. Jetzt für den täglichen Newsletter anmelden.

Ihre Kommentare
Kopf
Inhalt konnte nicht geladen werden.