Paul Wrusch übernimmt bei der taz die Leitung der Wochenend-Redaktion

 

Auf dem Weg hin zur gedruckten Wochenzeitung will die taz die Wochenende-Ausgabe mit Paul Wrusch stärken. Er wird seinen neuen Posten als Ressortleiter Wochenende zum 1. Juli antreten und den langjährigen Leiter Felix Zimmermann ablösen.

Bislang ist Wrusch Vize-Ressortleiter im Wochenend-Ressort. Das Haus kennt er aus dem Effeff. 2009 hatte er bei der taz volontiert. Danach arbeitete er unter anderem im Inlands-Ressort, bei taz.de sowie im Gesellschafts-Ressort, bevor er 2016 ins Wochenende wechselte.

Er kündigt an, dass er große Veränderungen umsetzen soll. "Vor dem Ressort liegt eine spannende Zeit", sagt Paul Wrusch. "So wird noch in diesem Jahr die politische Berichterstattung am Wochenende deutlich gestärkt werden. Zudem steht die Transformation hin zu einer Wochenzeitung an."

Bei den Umgestaltungsarbeiten wird ihn künftig Antje Lang-Lendorff als Vize-Ressortleiterin unterstützen. Sie wird dann für die gesellschaftlichen Themen zuständig sein, dazu soll es noch einen weiteren Vize-Posten für die Politikthemen geben.

Lang-Lendorff kennt die Arbeit in der Ressortleitung des Wochenendes ebenfalls bestens, sie ist seit 2019 Vize-Ressortleiteirn und seit 2007 bei der taz. Zunächst hatte sie im Berliner Lokalteil gearbeitete, wechselte 2012 zum Wochenende.

Felix Zimmermann, der das Ressort Wochenende in den vergangenen neun Jahren geleitet hatte, wird die Leitung abgeben - "aus persönlichen Gründen", wie es bei der taz heißt.

"Wochenende bedeutet Lesezeit. Die taz bietet einen unabhängigen Blick von links auf Politik, auf Ökologie und Ökonomie, die Welt, die Kultur und die Gesellschaft", sagt taz-Chefredakteurin Barbara Junge. "Paul Wrusch verbindet viele Qualitäten, die ihn für das Wochenende der taz zum großen Gewinn machen: Er hat ein Faible für gesellschaftliche Themen genauso wie einen oft überraschenden, scharfen und kritischen politischen Blick. Dabei legt er großen Wert auf liebevoll geschriebene Stücke, die Glanzstücke für unsere Leser:innen", so Junge.

"Antje Lang-Lendorff zeichnet ganz besonders ihre Liebe zum Schreiben aus nächster Nähe aus, ihre journalistische Neugier und der weite Horizont für gesellschaftliche Themen. Unsere künftige Wochenausgabe ist bei diesem Team in sehr guten Händen", sagt die Chefredakteurin.

Hintergrund: Die taz befindet sich mitten in einem Veränderungsprozess. Zentrales Element ist der Wechsel von einer täglich gedruckten Zeitung hin zu einer täglichen App und einer gedruckten Wochenzeitung. Zur Transformation gehört auch der Relaunch der Webseite, die Veränderung der internen Arbeitsstrukturen und der Umbau des Community Managements. Vor allem den Sprung von einer Wochenendausgabe zu einer Wochenzeitung soll das Team um Paul Wrusch und Antje Lang-Lendorff nun entscheidend prägen, heißt es in Berlin.

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