Kampf gegen Antisemitismus: Der Appell von Burda-Vorstand Philipp Welte an die Medien

17.05.2021
 

"Wir müssen Antisemitismus als solchen benennen", fodert Burda-Vorstand Philipp Welte in einem Gastbeitrag bei Bild. Wie er die Medien jetzt in die Pflicht nimmt.

Was sich jetzt auf vielen Straßen in Deutschland abspiele, habe nichts mit Meinungsfreiheit zu tun, schreibt Philipp Welte in einem Beitrag bei Bild. "Wir sehen einen Mob, der vor Synagogen antisemitische Parolen brüllt. Wir sehen, wie israelische Fahnen brennen und damit zur Auslöschung des Staats Israel aufgerufen wird. Wir sehen blanken Hass gegen Juden unter dem Deckmantel der Meinungsfreiheit", so der Burda-Vorstand und Vizepräsident des VDZ.

Diesen perfiden Missbrauch der Meinungsfreiheit dürfe man nicht hinnehmen, fordert Welte jeden auf. Wer jetzt gleichgültig zusehe und solche widerlichen Akte zu gewöhnlichen Meinungsäußerungen verkläre, verkenne die ganz reale Gefahr "für all das, an was wir glauben. Wir alle stehen in der Verantwortung, uns diesem Treiben entschieden entgegen zu stellen, damit Fanatismus, Gewalt, Hass und Hetze gegen Juden verbannt bleiben in eben jenen dunklen Teil unserer Geschichte", wird Welte deutlich.

Eine besondere Verantwortung kommt laut Welte jetzt den Medien zu: "Wir stehen für die Freiheit der Meinungen in unserer pluralistischen Demokratie. Wir leben von dieser Freiheit, und wir müssen für diese Freiheit eintreten - auch gegen ihren Missbrauch. Es ist Teil unserer Verantwortung in dieser Republik, Antisemitismus als solchen zu benennen. Wer ihn verschweigt, übersieht oder als legitimen Ausdruck der Meinungsfreiheit verharmlost, verrät viel mehr als nur die Ideale des Journalismus. Er verrät die Wurzeln unserer Demokratie."

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