Warum der Spiegel und die UFA künftig eng zusammenarbeiten wollen

 

Storys laufen lassen: Spiegel-Chefredakteur Steffen Klusmann und UFA-CEO Nico Hofmann haben eine enge Kooperation für die Verfilmung journalistischer Geschichten geschlossen. Welche Themen als erstes umgesetzt werden sollen.

Ziel der Kooperation, die nun von den beiden Medienunternehmen Spiegel Gruppe und UFA bekannt gegeben wurde, ist es, einzelne journalistische Geschichten aus den Publikationen der Spiegel-Titelfamilie zu verfilmen. Dabei sollen Journalisten von Spiegel und Manager Magazin wichtige Hintergrundinformationen liefern und an der Entwicklung von fiktionalen und dokumentarischen Filmen und Serien mitwirken.

Koordiniert wird die Kooperation von Spiegel TV, der Tochter des Spiegel Verlags, die ebenfalls dokumentarische Inhalte besteuern soll. Verfilmt werden sollen die ausgewählten Stoffe von der UFA als Film- und Fernsehproduzent - unter anderem für alle großen Sender in Deutschland und weitere Partner, wie es nun heißt.

"Der Spiegel steht seit fast 75 Jahren für unabhängigen, investigativen Journalismus. Die UFA hat in den vergangenen 100 Jahren mit erzählerischer Kraft eindrucksvolle Bilder geschaffen", sagt Spiegel-Chefredakteur Steffen Klusmann. "Gemeinsam könnte daraus etwas Großes werden: Spiegel-Stories fürs Fernsehen und zum Streamen."
 
Auch Nico Hofmann, CEO der UFA GmbH, freut sich sehr über die neue Zusammenarbeit. "Die exzellenten investigativen Recherchen des Spiegel sind oftmals prädestiniert für die filmische Umsetzung. Sie liefern den Stoff für große bewegende Geschichten, die wir gemeinsam mit den Dokumentationsexperten von Spiegel TV produzieren wollen", sagt er. "Wir sind überzeugt, dass die Marken Spiegel und UFA gemeinsam eine Strahlkraft entwickeln können, die für potentielle Auftraggeber und ein großes Publikum interessant sein wird."
 
Kay Siering, Geschäftsführer von Spiegel TV, behauptet schon mal, dass "das Beste aus mehreren Welten" zusammenkommen wird: "Die Kombination aus der journalistischen Expertise der Spiegel-Redaktion, der dokumentarischen Erfahrung von Spiegel TV und der professionellen Erzählweise der UFA bietet uns eine Vielzahl von Möglichkeiten."

Hintergrund: Wie nun von Spiegel und UFA angekündigt wurde, befinden sich offenbar erste Themen bereits in der Entwicklung. Dazu gehören der Mordversuch an dem russischen Oppositionspolitiker Alexej Nawalny, das mysteriöse Verschwinden des Tengelmann-Milliardärs Erivan Haub sowie die Rekonstruktion des Absturzes von Germanwings-Flug 9525 im Jahr 2015. Im vergangenen Jahr wurde bekannt, dass der frühere Spiegel-Chefredakteur und ehemalige Spiegel TV-Chef Stefan Aust, der bekanntlich in Welt-Diensten steht, für die RTL-Gruppe das Leben von Angela Merkel verfilmen will - zusammen mit der UFA (kress.de berichtete).

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