Exklusiv: Wie die FAZ ihr Ziel von 300.000 Digitalabos erreichen will

11.06.2021
 

Die zuvor eigenständigen Bereiche Digital Media und Lesermarkt hat die FAZ zur nun größten Verlagsabteilung Product + Sales fusioniert, um den Digitalabo-Verkauf anzukurbeln: kress pro berichtet, wie die FAZ die Neuorganisation angeht. Sechs Fragen, sechs Antworten.

Aus zwei mach eins: Seit Januar arbeiten bei der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" (FAZ) der Vertrieb und die Produktentwicklung unter einem Dach. Durch den organisatorischen Zusammenschluss der für den Lesermarkt und für Digital Media zuständigen Abteilungen ist eine 80 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter starke Einheit unter Leitung von Stefan Buhr und Nico Wilfer sowie deren Stellvertreter Tobias Fredebeul-Krein entstanden. Der Name Product + Sales trage die Mission bereits im Namen, sagt Thomas Lindner, Vorsitzender der FAZ-Geschäftsführung. "Die beiden Felder lassen sich nicht länger trennen, wenn man erfolgreich im Markt sein will." Der Zusammenschluss sei "ein zentraler Schritt auf unserem Weg der Transformation".

Sechs Fragen und Antworten zur Reorganisation bei der FAZ:

1. Welche Idee steckt hinter der Gründung von Product + Sales?

Die bisherige Struktur mit "Lesermarkt" (51 Mitarbeiter) und "Digital Media" (29 Mitarbeiter) war als Organisationsform nicht mehr optimal. "Wir haben festgestellt, dass die Arbeit an der Paywall mit dem Ziel, neue Leser zu gewinnen, durch und durch interdisziplinär ist", sagt Stefan Buhr, der zusammen mit Nico Wilfer die neue Einheit leitet.

Die FAZ hat sich zum Ziel gesetzt, bis 2025 die Zahl von 300.000 Digitalabonnenten zu erreichen. Anfang Mai 2021 sind es etwa 180.000, die kostenpflichtig F+ (kompletter Zugriff auf faz.net inklusive Paid-Artikel) sowie die E-Paper-Ausgaben der FAZ und "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung" (FAS) beziehen. "Mit mehr als 18 Millionen Unique Usern pro Monat laut AGOF erreichen wir eine sehr große Zielgruppe, die durch das Interesse an der Berichterstattung in Pandemiezeiten noch deutlich gestiegen ist. Wir wollen diese Reichweite möglichst effizient in digitale Abonnements wandeln", sagt Nico Wilfer. Deshalb sei von enormer Bedeutung, dass Vertrieb und digitale Produktentwicklung Hand in Hand auf Basis gemeinsamer Ziele arbeiten.

Ein Beispiel: "Der Vertrieb hat im Lesermarkt bislang mit ordentlichen Budgets für Kampagnen gearbeitet, Abos und Kunden verwaltet. Parallel dazu beobachteten wir, dass digitale Abos vor allem über Inhalte, begleitende Analysen und entsprechende Kundenbetreuung gewonnen werden. Um die Website hat sich Digital Media gekümmert. Jetzt bringen wir beides zusammen", so Stefan Buhr.

2. Was sind die Ziele – und wie werden sie gemessen?

3. Was sind die größten Aufgaben der Neuorganisation?

4. Gibt es Vorbilder für die neue Struktur?

5. Welche neuen Jobprofile sind entstanden?

6. Wie funktioniert das Ganze im Alltag?

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