Laut Welt: Bei Funke übernimmt die Familie die volle Kontrolle

15.06.2021
 

Paukenschlag in Essen: Die Geschwister Julia Becker, Nora Marx, und Niklas Wilke – Nachkommen des Firmenmitgründers Jakob Funke und im Besitz von 66,67 Prozent der Firmenanteile – wollen die Funke Mediengruppe vollständig unter ihre Kontrolle bringen. Dies berichtet Klaus Boldt in der "Welt".

"Beim Zeitungs- und Zeitschriftenverlag FMG herrschen demnächst wieder klare Verhältnisse. Die Nachkommen des Firmengründers Funke übernehmen das Unternehmen komplett. Für das journalistische Profil der Mediengruppe dürfte das eine gute Nachricht sein", schreibt Klaus Boldt in der "Welt".

Julia Becker, Nora Marx, und Niklas Wilke wollen demnach die Anteile der Mitgesellschafter Renate Schubris und Stephan Holthoff-Pörtner übernehmen. Die Verträge seien unterschriftsreif, bezieht sich Boldt auf Verhandlungskreise. Der Kaufpreis für die zweimal 16,67 Prozent soll laut Welt "bei ungefähr 280 Millionen Euro" liegen.

Boldt, Mitglied der Chefredaktion bei der Springer-Zeitung, berichtet von einem langen Streit zwischen den Funke-Gesellschaftern, der sich an der Frage entzündet haben soll, ob und in welcher Höhe in das Unternehmen und sein journalistisches Profil investiert wird. 

Nach der Komplettübernahme soll die Funke Mediengruppe laut "Welt" sowohl eine neue Führung als auch eine neue Organisationstruktur erhalten. Von der jetzigen dreiköpfigen Geschäftsführung bleibe nur Christoph Rüth auf dem Posten, will Klaus Boldt gehört haben. Andreas Schoo, zurzeit Sprecher der Geschäftsführung, und Finanzchef Michael Wüller würden das Unternehmen verlassen.

Die Funke Mediengruppe antwortete auf Anfrage von "Welt", man gebe "keine Stellungnahme" (zu der angestrebten Veränderung der Gesellschafterverhältnisse) ab und nehme zu "Gerüchten und Spekulationen (die die Geschäftsführung betreffen) grundsätzlich keine Stellung".

Hintergrund: Die Funke Mediengruppe verlegt in Deutschland zwölf Regionalzeitungen (darunter "Westdeutsche Allgemeine", "Neue Ruhr/Neue Rhein Zeitung", "Hamburger Abendblatt", "Berliner Morgenpost") und mehr als drei Dutzend Frauen- und Programmzeitschriften (etwa "Hörzu", "Gong", "Bild der Frau").

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