Visionäre Programm-Macherin: Daniela Mussgiller wird Fernsehfilm-Chefin beim MDR

 

Daniela Mussgiller wechselt vom NDR zum MDR: Sie wird bei der ARD-Anstalt in Leipzig die Leitung der Hauptredaktion Fernsehfilm, Serie und Kinder übernehmen. MDR-Programmdirektor Klaus Brinkbäumer ist von Mussgiller voll überzeugt.

Die 47-Jährige folgt damit auf Jana Brandt, die seit Anfang des Jahres die MDR-Programmdirektion Halle leitet (kress.de berichtete). Gegenwärtig führt Klaus Brinkbäumer, MDR-Programmdirektor in Leipzig, die seinem Bereich zugehörige Hauptredaktion Fernsehfilm, Serie und Kinder kommissarisch.

Daniela Mussgiller verantwortet ab 1. September alle fiktionalen Angebote des MDR, wie etwa die Beiträge zu den "Polizeiruf 110"- und "Tatort"-Reihen, Hauptabendserien im Ersten wie "In aller Freundschaft", ARD-Serien wie "Charité", "Schloss Einstein" für den KIKA oder auch die Kurzfilmnächte im MDR.

Als eine der profiliertesten Film-Redakteurinnen im Land bringt sie einschlägige Erfahrungen und Kontakte mit. Nach ihrem Diplom-Studium an der Hochschule für Fernsehen und Film in München ist sie seit 2001 für den Norddeutschen Rundfunk als Redakteurin und stellvertretende Leiterin der Abteilung Film, Familie und Serie tätig.

Mussgiller verfügt über langjährige Erfahrung in der redaktionellen Betreuung von Fernseh-, Kino- und Debütfilmen. Dazu zählt unter anderem die maßgebliche Entwicklung des "Tatort" mit Wotan Wilke Möhring sowie des Rostocker "Polizeiruf 110" mit Anneke Kim Sarnau und Charly Hübner. Für letzteren war sie zwölf Jahre lang redaktionell zuständig.

Als "visionäre Programmmacherin" bezeichnet sie Klaus Brinkbäumer, der frühere "Spiegel"-Chefredakteur, der nun MDR-Programmdirektor ist (kress.de berichtete). Mussgiller sei "mutig und darum offen für Veränderungen", sagt er. "Ich bin mir sicher, mit ihr gewinnt der MDR eine hervorragende, nämlich teamfähige, vielseitige und entschlossene Führungskraft. Frau Mussgiller besitzt enorme Fachkompetenz und verfügt über hervorragende Marktkenntnis sowie über beste Kontakte in die Branche und in die ARD."

Hintergrund: MDR-Intendantin ist Karola Wille. Mussgiller hat bereits angekündigt, dass sie Wert darauf legt, "die Prägung der Menschen in Ostdeutschland und auch ihre Geschichten, Gefühle und Erfahrungen sowie die Veränderungen und Brüche der letzten 30 Jahre in filmische Erzählungen zu überführen", wie es in Leipzig bei der Drei-Bundesländer-ARD-Anstalt heißt.

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