Geist der Zusammenarbeit: dpa schafft Umsatz- und Gewinnplus im Corona-Jahr 2020

 

Die Nachrichtenagentur dpa hat im Corona-Krisenjahr 2020 Umsatz und Gewinn leicht gesteigert. Wie dpa-Chef Peter Kropsch und -Chefredakteur Sven Gösmann die Zahlen einordnen.

Das teilte die dpa-Unternehmensgruppe am Donnerstag zu ihrer 72. Gesellschafterversammlung in Hamburg mit. Der Vorsitzende der dpa-Geschäftsführung, Peter Kropsch, sagte: "Die Monate der Pandemie waren erfüllt vom Geist der Zusammenarbeit. Insbesondere auch im Hinblick auf unsere Gesellschafter und Kunden. Das unterstreicht den hohen Stellenwert des Gemeinschaftsunternehmens dpa in Krisenzeiten."

Bei der gesamten dpa-Unternehmensgruppe mit Töchtern und Beteiligungen gab es ebenfalls eine Umsatzsteigerung von 142,5 Mio Euro im Jahr 2019 auf 143,9 Mio Euro.

Einen wesentlichen Beitrag zum Erfolg der dpa-Gruppe leisteten demnach erneut die Tochtergesellschaften und Beteiligungen. Dazu zähle die news aktuell GmbH mit Services für PR und Kommunikation mit spürbarem Umsatzanstieg. Auch die Digitaltochter dpa-infocom GmbH habe ihre positive Entwicklung bestätigt. Die Bildtochter dpa Picture-Alliance GmbH habe trotz coronabedingter Umsatzausfälle wegen abgesagter Sportereignisse und Kulturtermine stabil abgeschlossen.

"Die dpa ist in den Monaten der Pandemie zu jeder Zeit ihrer Kernaufgabe gerecht geworden: der zuverlässigen Versorgung der Medien mit unabhängigen und verifizierten Nachrichten", sagt dpa-Chefredakteur Sven Gösmann zu den Geschäftszahlen. Zudem seien Innovations-Projekte auf den Weg gebracht worden. Gösmann nannte etwa Podcast-Angebote für Spotify und den Digital-Vermarkter OMS oder den dpa-Audio Hub als neues Audioarchiv für die Kunden. "Und wir haben mit der Integration von TeleNewsNetwork als Video-Unit der dpa unser Angebot mit TV-fähigem Bewegtbild komplettiert."

Die Agentur baute auch ihren digitalen dpa-Marktplatz aus. Rund 17.000 Medienschaffende und Kommunikationsfachleute nutzen nach Unternehmensangaben mittlerweile die übergreifende dpa-ID, um mit Services der Agentur und Partnerunternehmen zu arbeiten. Inmitten der digitalen Transformation der Medienhäuser etablierte die dpa zudem ein Preismodell, das auch eine Verrechnung für digitale Reichweiten vorsieht. Zu weiteren Schwerpunkten zählte auch der Ausbau von Faktencheck- und Verifikationsteams, um an der Eindämmung von Falschinformationen im Netz mitzuwirken.

Neu in den Aufsichtsrat wurde am Donnerstag Deutschlandfunk-Chefredakteurin Birgit Wentzien gewählt. Bislang war sie kooptiertes Mitglied. Bestätigt für eine weitere Amtszeit wurden die Aufsichtsratsmitglieder Thomas Düffert (Vorsitzender der Konzerngeschäftsführung der Madsack Mediengruppe) und Laurent Fischer (Verleger und Herausgeber der Nordbayerischer Kurier Zeitungsverlag GmbH und stellvertretender Vorsitzender des dpa-Aufsichtsrat). Der Herausgeber der VRM GmbH & Co. KG, Hans Georg Schnücker, scheidet turnusgemäß aus dem Aufsichtsrat aus. Dem Gremium gehören 17 Mitglieder an, Vorsitzender ist der Geschäftsführer der Main-Post GmbH in Würzburg, David Brandstätter.

Hintergrund: Die Deutsche Presse-Agentur besteht seit mehr als 70 Jahren, 1949 wurde sie gegründet. Weltweit gehört sie zu den führenden unabhängigen Nachrichtenagenturen und beliefert Medien, Unternehmen und Organisationen mit redaktionellen Angeboten. Dazu zählen Texte, Fotos, Videos, Grafiken, Hörfunkbeiträge und andere Formate. Gesellschafter der dpa sind 174 deutsche Medienunternehmen. Die Redaktion arbeitet unabhängig von Weltanschauungen, Wirtschaftsunternehmen oder Regierungen. Die Zentralredaktion befindet sich in Berlin, die Geschäftsführung ist am Unternehmenssitz in Hamburg tätig.​

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