Rassismus-Vorwürfe gegen Moderatorin Katja Burkard: So reagiert RTL

12.07.2021
 

RTL-Moderatorin Katja Burkard hat sich für das unbedachte Verwenden des Wortes "Zigeunerleben" in einer Livesendung ihres Senders öffentlich entschuldigt. Burkard war für ihre Wortwahl scharf kritisiert worden. Ihr Sender hat schnell reagiert.

Katja Burkard (56) schrieb am vergangenen Freitag in ihrem Instagram-Kanal: "Ich habe ein Wort benutzt, mit dem ich Roma und Sinti beleidigt habe. Das darf natürlich nicht passieren und ich kann es mir auch nicht erklären. Ich will klarstellen, dass ich jegliche Form von Rassismus und Diskriminierung verabscheue." Im selben Sinne wandte sich Burkard am Freitag auch ans RTL-Publikum.

Am Donnerstag hatte die Moderatorin in der Sendung "Punkt 12"gemeinsam mit ihrer Kollegin Roberta Bieling eine Auswanderin interviewt. Dabei sagte sie über Kinder: "Wenn die dann älter sind, so wie unsere Roberta, dann ist nix mehr mit Zigeunerleben."

Laut dpa äußerte sich der Vorsitzende des Zentralrats Deutscher Sinti und Roma, Romani Rose, in einem offenen Brief an RTL-Chefredakteur Michael Wulf empört: "Wir werden das ignorante und beleidigende Verhalten der Medien gegenüber den Angehörigen unserer Minderheit nicht länger dulden." Burkard schrieb bei Instagram, sie wolle das Thema in ihrer Sendung aufgreifen und könne sich "nur entschuldigen".

RTL hat nun fü diesen Montag den Gründer der Roma- und Sinti-Initiative "RomAnity", Radoslav Ganev, in die Sendung eingeladen, um das Thema Alltagsrassismus aufzuarbeiten, wie eine RTL-Sprecherin auf dpa-Anfrage sagte. "Da es uns sehr wichtig ist, werden wir auch intern nochmal alle Kolleginnen und Kollegen diesbezüglich sensibilisieren."Burkard sagte am Freitag bei "Punkt 12" zu Beginn der Sendung: "Ich möchte es auch für mich aufarbeiten. Versprochen."

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