WDR gesteht Lücken in der Unwetter-Berichterstattung ein

16.07.2021
 
 

Der Westdeutsche Rundfunk hat auf die heftige Kritik in den sozialen Medien und aus der Medienbranche an seiner journalistischen Aufarbeitung der Starkregen-Katastrophe in Nordrhein-Westfalen reagiert und "Lücken" eingestanden. Zugleich wies der Sender darauf hin, dass er selbst von dem Unwetter betroffen gewesen sei.

"Wir teilen die Einschätzung, dass der WDR noch umfangreicher aus Wuppertal hätte berichten müssen, allerdings war das dortige WDR-Studio selbst so stark vom Unwetter betroffen, dass es ab 3 Uhr in der Nacht nicht mehr selber senden konnte", sagte eine WDR-Sprecherin in Köln am Donnerstag auf eine "dpa"-Anfrage.

"Übernommen haben die Studios in Düsseldorf und Köln, um mit Regionalnachrichten die Bevölkerung im Bergischen Land informieren zu können. Dafür liefern WDR-Reporter, die in Wuppertal unterwegs sind, die Informationen zu. Das Studio Wuppertal wird gerade mit Hilfe alternativer Übertragungswege wieder livefähig gemacht", heißt es bei der "dpa".

Vor allem die ARD-Landesanstalt WDR steht wegen seiner Berichterstattung aus Nordrhein-Westfalens Unwetterregionen in der Kritik (kress.de berichtete). In sozialen Netzwerken mehrten sich Vorwürfe. Am Donnerstag programmiert der Sender - wie viele weitere Medienhäuser im Lande - diverse Sondersendungen. Auch weiterhin dominieren die Aufarbeitung des Extremwetters und die ersten Schlüsse, die daraus zu ziehen sind, die Medienlandschaft.

Hintergrund: Der WDR hat online unter anderem einen Unwitter-Live-Ticker sowie Informationen zu allen Notrufnummern und Hilfsangeboten eingerichtet.

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