25 Jahre kress.de: Tijen Onaran, warum interessieren sich so viele Leute für Sie?

23.07.2021
 

kress.de wird 25! In unserem großen Geburtstags-Sonderheft haben wir den wichtigsten und spannendsten Digital-Köpfen unserer Branche eine Frage gestellt. Heute mit Tijen Onaran.

Man sieht Sie in der Branche überall, und jetzt gibt es sogar eine Amazon-Doku über Sie. Warum interessieren sich so viele Leute für Sie, Frau Onaran?

Tatsächlich handelt die Dokumentation "Yes she can - Frauen verändern die Welt" nicht nur über mich, sondern zeigt vor allem den Status quo im Hinblick auf Chancengerechtigkeit in Deutschland und porträtiert unterschiedliche Frauen, die ihren Weg gehen. Ich habe die Dokumentation gemeinsam mit meinem Team bei Global Digital Women angestoßen und umgesetzt. Was ich allerdings an Rückmeldung bekomme und sich mit meiner Beobachtung deckt: Meine Geschichte ist die Geschichte von vielen anderen Frauen. Ich komme weder aus einem reichen Elternhaus mit guten Kontakten in alle Chefetagen hinein noch aus einem Unternehmerhaushalt. Ich saß oft an Tischen, an denen ich die erste und einzige Frau war. Auch in meiner Familie bin ich die erste Unternehmerin, die erste Investorin und die erste Autorin. Mit meiner Geschichte will ich anderen zeigen: Wenn ich es schaffe, schaffst du es auch! Ob es darum geht zu gründen oder Karriere in einem tradierten Umfeld zu machen.

Ich habe oft nach Menschen Ausschau gehalten, ob zu meinen Anfängen in der Politik oder später in der Wirtschaft, mit denen ich mich identifizieren konnte. Es war sehr schwer, genau diesen Menschen zu begegnen, da es kaum Frauen in machtvollen Positionen gab und noch weniger Frauen mit Migrationsgeschichte, an denen ich mich orientieren konnte. Doch: Identifikation bringt Inspiration - für den eigenen Mut und fürs Machen! Irgendwann habe ich mir selbst versprochen, was Kamala Harris in ihrer Antrittsrede als Vizepräsidentin gesagt hat: Vielleicht bin ich immer die Erste, aber ich will nie die Letzte sein!

Tijen Onaran, CEO des Beratungs- und Netzwerkunternehmens Global Digital Women, Moderatorin und Autorin

25 Jahre kress.de! In unserer 100 Seiten starken Jubiläumsausgabe (hier kostenlos als E-Paper) haben wir diesen klugen Köpfen eine Frage gestellt:

Tijen Onaran (Global Digital Women), Carsten Knop (FAZ), Sebastian Turner (Trafo MediaTech), Jan-Eric Peters (NZZ), Christof Ehrhart (Robert Bosch), Julia Bönisch (Stiftung Warentest), Gabor Steingart (Media Pioneer), Marco Fenske (RND), Ingo Kästner (PMG), Meinolf Ellers (dpa), Jochen Wegner ("Zeit"), Stefan Ottlitz ("Spiegel"), Kai Gniffke (SWR), Daniel Steil (Burda Forward), Lorenz Maroldt ("Tagesspiegel"), Steffi Dobmeier ("Schwäbische Zeitung"), Andreas Arntzen (Wort & Bild Verlag), Carina Laudage (G+J), Jan Ippen (Ippen Digital), Andreas Lenz ("t3n Magazin"), Gerlinde Hinterleitner ("Standard"), Philipp Westermeyer (OMR), Dietmar Wolff (BDZV), Steffi Czerny (DLD Media), Johannes Hauner (SZ), Christoph Bauer (DuMont), Peter Hogenkamp (Scope Content), Monika Schaller (Deutsche Post DHL Group), Johannes Sommer (Retresco), Richard Gutjahr (Journalist), Mirijam Trunk (Mediengruppe RTL), Jule Lumma (VRM), Matthias Bauer (Vogel Communications Group), Philipp J. Jacke (Melo Group).

Ebenfalls im großen 25 Jahre kress.de-Geburtstagsheft:

Entertainer Klaas Heufer-Umlauf gibt im Interview einen nachdenklichen Blick auf die Medien und digitale Trends.

FR-Chef und Digitalvordenker Thomas Kaspar schreibt, wo wir heute stehen und wo jetzt die größten Chancen liegen.

"Ich war nie digitalgläubig, du?": Im Gespräch zwischen Herausgeber Johann Oberauer und kress.de-Gründer Peter Turi war mächtig Feuer drin.

"Keiner verlässt den Raum, bis der Newsletter verschickt ist": kress.de-Chefredakteur Marc Bartl lüftet exklusiv fünf Geheimnisse.

Waren 18 Monate Pandemie eine Chance? Haben die Medien etwas gelernt? Neun Erkenntnisse von n-tv.de-Chef Tilman Aretz.

Lieblingsanekdoten: Woran sich die ehemaligen kress.de-Chefredakteure (u.a. Thomas Kemmerer und Stefan Winterbauer) gerne erinnern.

Wie wir morgen arbeiten werden Sechs Job-Trends, mit denen Medienprofis rechnen müssen, beschreibt Karrierecoach und kress.de-Kolumnist Attila Albert.

"Das Internet ist nichts Greifbares": "Kress"-Gründer Günther Kress über das Digitale – und alles andere.

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