Warum Verleger Martin Balle jetzt die Regensburger Zeitung gründet

 

Martin Balle streckt seine Fühler weiter aus: Der Verleger der Straubinger Mediengruppe Attenkofer, die auch das Straubinger Tagblatt und die Münchner Abendzeitung herausgibt, bringt aktuell einen eigenen Titel auf den Regensburger Markt. Die Regensburger Zeitung will bisherige Leser der Mittelbayerischen Zeitung ansprechen.

Auslöser für die Expansion mit dem Neustart Regensburger Zeitung, die am Samstag, 7. August, erstmalig erschien, sind die weitreichenden Veränderungen auf dem Zeitungsmarkt in der Oberpfalz. In Regensburg wurde eben erst die Mittelbayerische Zeitung von der Verlagsgruppe Passau, die unter anderem die Passauer Neueste Presse herausbringt, geschluckt (kress.de berichtete). Nun sieht Balle neues Marktpotenzial.

"Jetzt, nachdem die Stadt Regensburg über keine eigene Zeitung mehr verfügt, wollen wir aber in dieser Stadt ein umfangreiches redaktionelles Angebot machen", schreibt er selbst in einer Ankündigung zum Start der Regensburger Zeitung. Sie solle "aus der Stadt Regensburg für die Stadt Regensburg" berichten, so der Verleger.

"Vom Jahn Regensburg über all die wichtigen kulturellen Ereignisse, die hier täglich stattfinden, bis hin zur Stadtpolitik und all den Fragen, die die Bürgerinnen und Bürger in dieser Stadt bewegen", so Martin Ball. "Dazu kommt ein umfangreicher Politik- und Wirtschaftsteil, in dem wir ausgewogen und unparteiisch berichten wollen, was in Berlin und München entschieden wird."

Hintergrund: Die Regensburger Zeitung erscheint ab sofort sechs Tage die Woche, von Montag bis Samstag, als Epaper-Ausgabe und überall dort, wo es Zeitungen zu kaufen gibt - an rund 150 Verkaufsstellen in Regensburg und dem Umland. Die erste Nummer der Zeitung erschien am Samstag, 7. August. Redaktionell stemmt die Mediengruppe Attenkofer den Neustart aus eigenen Kräften. Über eine Regensburg-Redaktion verfügt das Straubinger Tagblatt schon länger. Im östlichen Landkreis Regensburg ist Verleger Balle mit seiner Regionalausgabe Donau-Post vertreten. Die Übernahme der Mittelbayerischen Zeitung durch die Verlagsgruppe Passau steht noch unter dem Vorbehalt einer kartellrechtlichen Genehmigung. Es würde dann ein durchgängiges Verbreitungsgebiet vom Osten Bayerns bis nach Ingolstadt zum Donaukurier entstehen, denn die Verlagsgruppe Passau zuvor bereits gekauft hatte (kress.de berichtete).

Sie möchten exklusive Medienstorys, spannende Debatten und Top-Personalien lesen? Dann bestellen Sie bitte unseren kostenlosen kressexpress. Jetzt für den täglichen Newsletter anmelden.

Ihre Kommentare
Kopf
Weitere Beiträge zu diesem Thema
Inhalt konnte nicht geladen werden.