Exklusiv: Wie Ippen Digital jetzt auch mit Paid Content Geld verdienen will

 

Ippen Digital hat sich lange ganz darauf konzentriert, die Reichweiten seines Netzwerks in die Höhe zu treiben und programmatisch zu vermarkten. Doch jetzt testet das Unternehmen erstmals ein Paid-Content Plus-Modell: kress pro berichtet über die Einführung kostenpflichtiger Inhalte beim OVB Medienhaus aus Rosenheim.

Unter den regionalen Zeitungsverlagen geht Ippen Digital einen Weg, der vom Mainstream abweicht: Während die meisten Häuser mittlerweile ihr Heil in Paid Content, genauer: im Geschäft mit Digitalabos, sehen, haben sich die Münchner mit aller Kraft darauf konzentriert, die Klickzahlen ihres Netzwerks aus kostenlos zugänglichen Nachrichtenangeboten zu vervielfachen und technisch versiert zu vermarkten. Mit Erfolg: Das Netzwerk besteht mittlerweile aus rund 50 Websites von Zeitungen und Anzeigenblättern, 24er- und Special-Interest-Portalen, seine Reichweiten sind in den vergangenen Jahren außergewöhnlich stark gestiegen und die Werbeeinnahmen nach Unternehmensangaben ebenso, insbesondere durch Programmatic Advertising.

Doch ganz unbeeindruckt gelassen hat der Mainstream in Richtung Bezahlinhalte auch Ippen und Co. nicht. Im Netzwerk begann daher Ende 2020 ein erster Paid-Content-Test, das OVB Medienhaus ("Oberbayerisches Volksblatt") hat kostenpflichtige Inhalte eingeführt. Im September vergangenen Jahres startete der Verlag aus Rosenheim zunächst auf der Zeitungswebsite ovb online.de ein Freemium-Bezahlmodell. Bis zu diesem Zeitpunkt hatte es lediglich ein Abo für das E-Paper der Zeitung, aber kein separates für die Website gegeben.

Im Dezember ging das Medienhaus dann noch einen Schritt weiter. Seitdem sind auch viele Artikel auf seinen sechs 24er-Portalen (unter anderem rosenheim24.de) kostenpflichtig. Das ist insofern bemerkenswert, als diese Portale einmal entstanden sind, um diejenigen zu erreichen, die zwar für Werbekunden relevant sind, für Onlinejournalismus aber kein Geld ausgeben wollen.

Florian Schiller, Geschäftsführer des OVB Medienhauses, will binnen drei Jahren die Hürde von 10.000 Abonnenten schaffen und mit dem Verlauf der ersten Monate ist er sehr zufrieden: Bis Ende Mai hat das Medienhaus nach seinen Angaben knapp 2.500 Abos verkauft, obwohl die Verkaufsmaschine erst langsam ins Rollen kommt. "Unsere 24er-Portale funktionieren anders als die übrigen Reichweitenportale im Netzwerk", sagt Schiller. "Historisch bedingt haben wir eine sehr loyale Leserschaft und erfüllen so eine Grundvoraussetzung für das Gelingen von Paid Content."

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