Genossen gründen Genossenschaft: Neues Deutschland soll Belegschaft und Lesern gehören

 

Nach dem Ausstieg der Linkspartei soll das "Neue Deutschland" in Zukunft der Belegschaft und den Lesern gehören: Die Mitarbeiter beschlossen, dass die Tageszeitung ab 2022 von einer Genossenschaft herausgegeben wird.

Am Samstag brachten sie die nd.Genossenschaft auf den Weg. Das Vorhaben muss noch vom Prüfungsverband der kleinen und mittelständischen Genossenschaften abgesegnet werden.

Hintergrund des Schrittes: Anfang des Jahres hatte die Linkspartei als Mitgesellschafterin angekündigt, eine Veränderung der Eigentümerstruktur der Zeitung zu prüfen und die Weichen auf Ausstieg gestellt. Harald Wolf, der Bundesschatzmeister der Partei, hatte das unter anderem mit rückläufigen Abonnentenzahlen begründet, aber auch argumentiert, dass der Ruf einer "Parteizeitung" dem Blatt schade.

Das "Neue Deutschland" war in der DDR eine Zeitung der Staatspartei SED. Die Auflage betrug im zweiten Quartal 2021 noch 17.831 verkaufte Exemplare.

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