Economist will in Deutschland punkten: Leserfang mit Wahlprognose-Modell

 

"Economist"-Chefredakteurin Zanny Minton Beddoes will zur Bundestagswahl die Berichterstattung aus Deutschland intensivieren. Neben Daten, Podcasts und Analysen soll dabei ein Wahlprognose-Modell helfen.

Der britische "Economist" ist eine erfolgreiche globale Medienmarke, doch nur 2,3 Prozent der Abonnenten kommen aus Deutschland. Chefredakteurin Zanny Minton Beddoes sieht daher hierzulande noch ein "großes Potenzial": "Wir haben in der digitalen Welt die Möglichkeit, in Deutschland zu wachsen", sagt sie in einem Interview mit der "Süddeutschen Zeitung".

Minton Beddoes will die Bundestagswahl im September zum Leserfang nutzen: Ähnlich wie bei der US-Präsidentschaftswahl im vergangenen Jahr will sie in Deutschland "mit vielen Daten, Podcasts und tiefen Analysen" punkten. Ganz wichtig: ein täglich aktualisiertes Wahlprognose-Modell, das laut Minton Beddoes Methoden des maschinellen Lernens für die Vorhersage des wahrscheinlichen Wahlausgangs nutzt. "Wir wollen ein zusätzliches Fenster für Informationen über die deutsche Welt eröffnen, auch mit Reportern vor Ort", kündigt sie in der "SZ" an.

Der "Economist" hat weltweit eine Auflage von 1,12 Millionen Exemplaren, die Hälfte der Abonnenten kommt aus den USA. Die 54-jährige Minton Beddoes ist seit 2015 Chefredakteurin.

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