Wann wird die SZ mit ihren Digitalabos mehr Geld verdienen als mit ihren Printabos, Johannes Hauner?

09.09.2021
 

Johannes Hauner, Geschäftsführer bei Süddeutsche Zeitung Digitale Medien, nennt in unserem Geburtstagheft "25 Jahre kress.de" konkrete Zahlen.

Wann wird die "Süddeutsche Zeitung" mit ihren Digitalabos mehr Geld verdienen als mit ihren Printabos, Herr Hauner?

Die Frage ist spannend, aber ich hoffe, dass das noch lange dauert. Warum? Weil wir bei der "Süddeutschen Zeitung" die beiden Kanäle Print und Digital nicht in Konkurrenz zueinander denken. Keinem Verlag wäre schließlich geholfen, wenn Digitalabos nur deshalb mehr Erlöse als das Printgeschäft generieren, weil man an gedruckter Auflage verliert.

Wir sind davon überzeugt: Langfristig erfolgreich sind wir nur, wenn wir guten Journalismus über alle Kanäle an immer mehr Leserinnen und Leser bringen. Natürlich spielt das Digitale dabei eine große Rolle, weil wir hier am dynamischsten wachsen. Aktuell lesen uns mehr als 200.000 Nutzerinnen und Nutzer von sz.de über ein Digitalabo (ProbeAbos mit eingerechnet). Aber auch unser Printabo entwickelt sich sehr gut: Am Wochenende beziehen rund 240.000 Abonnentinnen und Abonnenten die gedruckte Zeitung.

Wenn wir alle Abos zusammenzählen, stellen wir fest: In der Geschichte der "Süddeutschen Zeitung" hatten wir nie mehr Abonnentinnen und Abonnenten. Unsere Strategie geht also auf.

Johannes Hauner, Geschäftsführer bei Süddeutsche Zeitung Digitale Medien

[...] 25 Jahre kress.de! In unserer 100 Seiten starken Jubiläumsausgabe (hier kostenlos als E-Paper) haben wir diesen klugen Köpfen eine Frage gestellt:

Tijen Onaran (Global Digital Women), Carsten Knop (FAZ), Sebastian Turner (Trafo MediaTech), Jan-Eric Peters (NZZ), Christof Ehrhart (Robert Bosch), Julia Bönisch (Stiftung Warentest), Gabor Steingart (Media Pioneer), Marco Fenske (RND), Ingo Kästner (PMG), Meinolf Ellers (dpa), Jochen Wegner ("Zeit"), Stefan Ottlitz ("Spiegel"), Kai Gniffke (SWR), Daniel Steil (Burda Forward), Lorenz Maroldt ("Tagesspiegel"), Steffi Dobmeier ("Schwäbische Zeitung"), Andreas Arntzen (Wort & Bild Verlag), Carina Laudage (G+J), Jan Ippen (Ippen Digital), Andreas Lenz ("t3n Magazin"), Gerlinde Hinterleitner ("Standard"), Philipp Westermeyer (OMR), Dietmar Wolff (BDZV), Steffi Czerny (DLD Media), Johannes Hauner (SZ), Christoph Bauer (DuMont), Peter Hogenkamp (Scope Content), Monika Schaller (Deutsche Post DHL Group), Johannes Sommer (Retresco), Richard Gutjahr (Journalist), Mirijam Trunk (Mediengruppe RTL), Jule Lumma (VRM), Matthias Bauer (Vogel Communications Group), Philipp J. Jacke (Melo Group).

Ebenfalls im großen 25 Jahre kress.de-Geburtstagsheft:

Entertainer Klaas Heufer-Umlauf gibt im Interview einen nachdenklichen Blick auf die Medien und digitale Trends.

FR-Chef und Digitalvordenker Thomas Kaspar schreibt, wo wir heute stehen und wo jetzt die größten Chancen liegen.

"Ich war nie digitalgläubig, du?": Im Gespräch zwischen Herausgeber Johann Oberauer und kress.de-Gründer Peter Turi war mächtig Feuer drin.

"Keiner verlässt den Raum, bis der Newsletter verschickt ist": kress.de-Chefredakteur Marc Bartl lüftet exklusiv fünf Geheimnisse.

Waren 18 Monate Pandemie eine Chance? Haben die Medien etwas gelernt? Neun Erkenntnisse von n-tv.de-Chef Tilman Aretz.

Lieblingsanekdoten: Woran sich die ehemaligen kress.de-Chefredakteure (u.a. Thomas Kemmerer und Stefan Winterbauer) gerne erinnern.

Wie wir morgen arbeiten werden Sechs Job-Trends, mit denen Medienprofis rechnen müssen, beschreibt Karrierecoach und kress.de-Kolumnist Attila Albert.

"Das Internet ist nichts Greifbares": "Kress"-Gründer Günther Kress über das Digitale – und alles andere.

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