Hatten Sie Angst, dass Corona für OMR das Aus bedeutet, Philipp Westermeyer?

21.09.2021
 

Diese Frage haben wir dem Gründer und Geschäftsführer der Online Marketing Rockstars (OMD) in unserem Geburtstagheft "25 Jahre kress.de" gestellt. Was Westermeyer antwortet.

Aus dem kress.de-Geburtstagsheft 25 Jahre kress.de (kostenlos als E-Paper lesen):

Hatten Sie am Anfang der Pandemie Angst davor, dass Corona für OMR das Aus bedeutet, Herr Westermeyer?

Angst um die gesamte Firma hatte ich nicht, weil wir neben dem Festival auch in anderen Bereichen positioniert sind, aber ich hatte Sorge um viele Arbeitsplätze und stand vor Millionenverlusten, für die wir überhaupt nichts konnten und mit denen in keiner Weise vorher zu rechnen war. Dazu hat es mich sehr belastet, das ganze Team und viele Partner enttäuschen zu müssen, die ja in ihren Firmen mitunter viele Monate auch an einer Präsenz und einer Integration beim OMR Festival gearbeitet hatten. Ganz wichtig für den weiteren Weg nach der Absage war, dass wir transparent und authentisch erklärt haben, wie die Hintergründe sind und wie es jetzt weitergehen soll. Ich hatte mich mental schon auf einen Rückschlag von ein bis zwei Jahren eingestellt.

Heute würde ich sagen, dass wir durch den Umgang mit der Situation als Firma besser geworden sind. Wir haben neue Geschäfte entwickelt: vor allem eine Website, auf der Nutzer Business-Software bewerten und andere sich vor einem Software-Kauf informieren (omr.com/de/reviews), wir haben spontan Projekte übernommen wie die Organisation des größten deutschen Impfzentrums in den Hamburger Messehallen und sind in allen anderen digitalen Bereichen weitergewachsen.

Im März 2020 hatten wir rund 100 Leute im Team, jetzt sind es 170 plus Hunderten von temporären Kräften für das Impfzentrum. Es waren sehr intensive 18 Monate – nicht unbedingt eine schöne Zeit –, aber eine sehr wertvolle auf vielen Ebenen.

Philipp Westermeyer, Gründer und Geschäftsführer der Online Marketing Rockstars (OMR), ursprünglich nur eine Veranstaltung, heute eine Plattform mit Events, Seminaren, News und Reports

[...] 25 Jahre kress.de! In unserer 100 Seiten starken Jubiläumsausgabe (hier kostenlos als E-Paper) haben wir diesen klugen Köpfen eine Frage gestellt:

Tijen Onaran (Global Digital Women), Carsten Knop (FAZ), Sebastian Turner (Trafo MediaTech), Jan-Eric Peters (NZZ), Christof Ehrhart (Robert Bosch), Julia Bönisch (Stiftung Warentest), Gabor Steingart (Media Pioneer), Marco Fenske (RND), Ingo Kästner (PMG), Meinolf Ellers (dpa), Jochen Wegner ("Zeit"), Stefan Ottlitz ("Spiegel"), Kai Gniffke (SWR), Daniel Steil (Burda Forward), Lorenz Maroldt ("Tagesspiegel"), Steffi Dobmeier ("Schwäbische Zeitung"), Andreas Arntzen (Wort & Bild Verlag), Carina Laudage (G+J), Jan Ippen (Ippen Digital), Andreas Lenz ("t3n Magazin"), Gerlinde Hinterleitner ("Standard"), Philipp Westermeyer (OMR), Dietmar Wolff (BDZV), Steffi Czerny (DLD Media), Johannes Hauner (SZ), Christoph Bauer (DuMont), Peter Hogenkamp (Scope Content), Monika Schaller (Deutsche Post DHL Group), Johannes Sommer (Retresco), Richard Gutjahr (Journalist), Mirijam Trunk (Mediengruppe RTL), Jule Lumma (VRM), Matthias Bauer (Vogel Communications Group), Philipp J. Jacke (Melo Group).

Ebenfalls im großen 25 Jahre kress.de-Geburtstagsheft:

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