Wie Springer im eigenen Haus für mehr Geschlechtergerechtigkeit sorgen möchte

 

Springer arbeitet an einer verbesserten Geschlechterdiversität. Das Medienhaus hat aktuell neue Zielvorgaben für den Frauen-Anteil im Top-Management beschlossen. Welche Prozent-Werte Julian Deutz, Vostand Personal und Finanzen, konkret anpeilt.

Aktuell hält der Konzern, dessen wichtigstes publizistisches Flaggschiff Bild im Frühjahr erst Chefredakteur Julian Reichelt gleichberechtigt Alexandra Würzbach zur Seite stellte, eine erste interne "Global Diversity Week" als Streaming-Event zu den Themen Inklusion und Diversität ab. Diese Woche trägt nun auch in den Zielvorgaben Früchte.

Bis 2026 sollen Frauen laut Vorstandsbeschluss mindestens 40 Prozent der Top-Führungskräfte der Axel-Springer-Gruppe repräsentieren, heißt es in Berlin. Die neue Vorgabe stellt eine Erhöhung der bisher angestrebten Ziele von 30 auf 40 Prozent dar.

Damit will das Unternehmen auch klare Akzente gegen eine zuletzt wieder leicht rückläufige Geschlechterverteilung setzen. Axel Springer arbeitet in diesem Zuge auch an Maßnahmen zur besseren Sichtbarkeit und Repräsentation von Menschen nicht-binären Geschlechts und daran, dies in den Zielvorgaben zu reflektieren, verlautet es aus dem Hause Springer weiter.

Gleichzeitig verpflichten sich die Units von Axel Springer zu eigenen Zielen für eine größere Geschlechtervielfalt auf ihren weiteren Managementebenen. Der jeweilige Zielkorridor liegt aufgrund der unterschiedlichen Ausgangslagen und Rahmenbedingungen zwischen 30 bis 50 Prozent.

Zu den Motiven und Plänen sagt Julian Deutz, Vorstand Personal und Finanzen: "Als Arbeitgeber können wir nur dann weiter erfolgreich und attraktiv sein, wenn wir das bestmögliche Umfeld für Vielfalt schaffen, insbesondere in leitenden Funktionen. Denn nur so verändern wir die Perspektive, öffnen den Horizont für neue, kreative Lösungen – und schaffen die Basis für größeren und nachhaltigen wirtschaftlichen Erfolg. Langfristig ist unser Ziel klar: Wir wollen, dass das Geschlechterverhältnis bei Axel Springer jenes der Bevölkerung reflektiert. Durch unseren Kulturwandel konnten wir dabei bereits Erfolge verbuchen, nun etablieren wir ambitioniertere Ziele, um den Weg zu einer diverseren Unternehmensgruppe klarer voranzutreiben."

Hintergrund: Springer lässt die Veränderungsprozesse intern überwachen. Die Bereiche Global People & Culture und Global Diversity & Inclusion sollen die Prozesse gruppenübergreifend begleiten und die Units bei der Umsetzung ihrer Ziele unterstützen. Sandra Subel trägt dabei den Titel Head of Global Diversity & Inclusion (kress.de berichtete).

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