Durchstechereien bei der CDU: JU lehnt Handy-Verbot ab

 

CDU-Chef Armin Laschet hat ein Handy-Verbot für vertrauliche Parteisitzungen gefordert, beim Parteinachwuchs von der Jungen Union dafür aber keine Unterstützung bekommen.

Am Samstag hat der CDU-Vorsitzende Armin Laschet eine vielbeachtete Rede beim Deutschlandtag der Jungen Union gehalten. Der mutmaßlich gescheiterte Kanzlerkandidat machte dabei auch keinen Hehl aus seinem Ärger über die vielen Durchstechereien aus Sitzungen von Führungsgremien seiner Partei - und kündigte Gegenwehr an: "Jetzt gibt es hier Handy-Verbot", sagte er in seiner Rede. "Solange ich CDU-Vorsitzender bin, gilt dieses Handy-Verbot."

Doch geht es nach der Jungen Union, wird daraus nichts: Am Sonntag missbilligte die CDU-Jugendorganisationen zwar die Indiskretionen, lehnte aber einen Verbotsantrag ab. Die Jungunionisten halten Laschets Vorschlag für nicht umsetzbar: Viele Sitzungen fänden digital statt - und das geht nicht ohne Smartphone & Co.

Von den Indiskretionen hochrangiger CDU-Politiker profitiert vor allem "Bild": "Bild TV" zeigt eigens die Einblendung "Handy-Alarm", wenn auf dem Smartphone des stellvertretenden Chefredakteurs Paul Ronzheimer mal wieder eine Indiskretion aus einer vertraulichen Unterredung eingegangen ist, die flugs berichtet werden will. Ein Handy-Verbot hatte daher vor Laschet schon eine Vertraute, die CDU-Politikerin Karin Prien, gefordert.

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