Ausbau der Mediathek: ARD beschließt Programmreform

 

Die ARD-Intendanten haben am Freitag eine Programmreform verabschiedet, die im kommenden Jahr schrittweise umgesetzt werden soll. Im Zentrum steht der Ausbau der Mediathek.

Ausgearbeitet haben das Projekt die neue ARD-Programmdirektorin Christine Strobl, der ARD-Chefredakteur Oliver Köhr und Florian Hager, Channel Manager ARD Mediathek. Das sind einige Eckpunkte der Programmreform:

Ausbau der ARD Mediathek: Die ARD Mediathek wird regelmäßig eigene Programmhighlights anbieten, die laut ARD "zielgruppenspezifisch und divers" sind. Dokumentationen, besondere Filme und attraktive Serien stünden dabei im Mittelpunkt. Monatlich werde es zum Beispiel "exklusive Premieren von relevanten Doku-Serien" geben, unter anderen "Bastards" über ein deutsch-iranisches Wrestling-Team, "Auf dem Weg" über acht Jugendliche mit Down-Syndrom und eine True-Crime-Reihe über die Polizeidirektion 65 auf der Reeperbahn der 1970er Jahre. Zudem würden regelmäßige Dokumentationen aus den Bereichen Politik, Wirtschaft, Ausland, Geschichte, Religion, Kultur und Sport gezielt für die Mediathek und ein jüngeres Publikum geplant und produziert. Jährlich sind mindestens 25 Premieren von eigenproduzierten und internationalen fiktionalen Serien-Highlights geplant.

Neue Formate: Ein neues Wissensformat wird für den Montagabend um 22.50 Uhr und die ARD Mediathek entwickelt, und mit neuen filmischen Reportagen aus der Themenwelt des "Weltspiegels" wird ein neuer Schwerpunkt am Montagabend im Ersten geboten. Sandra Maischberger lädt am Dienstag und Mittwoch Gäste aus unterschiedlichen Lebensbereichen zu einem neuen Gesprächsformat ein. Für Freitag, 21.45 Uhr, entwickelt die ARD eine neue Comedy-Sendung.

Stärkung der Informationskompetenz und Relevanz: Unter dem Label ARD investigativ werden einmal im Monat Dokumentationen in der ARD Mediathek angeboten. Sie entstehen in den ARD Kompetenzzentren für Qualitätsjournalismus, den Redaktionen der politischen Magazine "Fakt", "Kontraste", "Monitor", "Panorama", "Report Mainz" und "Report München" und sollen den von diesen Magazinredaktionen durchgehend bespielten Sendeplatz am Dienstag und Donnerstag im Ersten komplettieren. Die Berichterstattung aus der Hauptstadt und dem Ausland wird am Sonntagabend auf über 80 Minuten ausgeweitet und bildet einen neuen journalistischen Schwerpunkt im Ersten. Nach der "Tagesschau" wird der "Bericht aus Berlin" um 18.00 Uhr auf 30 Minuten verlängert.

Der "Weltspiegel" wird weiterhin am Sonntag und nicht wie zeitweise geplant am Montag ausgestrahlt, bekommt an diesem Tag aber einen neuen Sendeplatz um 18.30 Uhr. Seine Sendezeit wird auf 45 Minuten verlängert.

Montag ist der neue Informationstag im Ersten. Um 20.15 Uhr werden neben dem Naturfilm hochwertige Dokumentationen und Reportagen aus den Bereichen Politik, Kultur, Wirtschaft, Religion, Geschichte und Sport platziert.

Events: Geplant ist außerdem, das Sendeschema des Ersten für außergewöhnliche Themenschwerpunkte zu öffnen, wie zum Beispiel anlässlich des "Weltwassertags" im März 2022.

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