Abfällige Äußerung über Journalisten: BDZV will sich mit Vorwürfen gegen Döpfner befassen

 

Der Bundesverband Digitalpublisher und Zeitungsverleger (BDZV) will sich am 24. November mit Vorwürfen gegen seinen Präsidenten Mathias Döpfner befassen. Es geht dabei um dessen abfällige Äußerung über Journalisten in einer privaten SMS.

Daran habe sich auch in den Reihen des BDZV teilweise "massive Kritik" entzündet, heißt es in einer Mitteilung des Verbands. Daher werde das Präsidium die Thematik "vertiefend erörtern". Entsprechende Diskussionen würden auch in den Landesverbänden geführt.

Döpfner hatte in einer SMS an den Schriftsteller Benjamin von Stuckrad-Barre im Zusammenhang mit der Pandemiebekämpfung einen Vergleich mit dem "DDR-Obrigkeitsstaat" gezogen und die Journalisten in Deutschland als "Propaganda-Assistenten" bezeichnet - mit Ausnahme des damaligen "Bild"-Chefredakteurs Julian Reichelt. Der Vorstandsvorsitzende von Axel Springer war dafür unter anderem vom früheren BDZV-Vizepräsidenten und Chef der Südwestdeutschen Medienholding (SWMH), Richard Rebmann, scharf kritisiert worden.

Döpfner selbst versucht in der BDZV-Pressemitteilung erneut, sich zu erklären: "Seit dreißig Jahren setze ich mich täglich für kritischen, unabhängigen Journalismus ein", schreibt er dort. "Es wäre bitter, wenn das durch eine aus der Emotion heraus entstandene private Nachricht an einen Freund ins Gegenteil verkehrt würde. Bei allen, die sich dadurch verletzt fühlen, möchte ich mich entschuldigen. So wie meine Äußerungen in der SMS jetzt interpretiert werden, waren sie nie gemeint."

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