Herwig Langanger und Rainer Nowak sind Österreichs "Medienmanager des Jahres"

 

Das Branchenmagazin "Österreichs Journalist:in" zeichnet den Geschäftsführer Herwig Langanger und den geschäftsführenden Chefredakteur Rainer Nowak der Tageszeitung "Die Presse" als "Medienmanager des Jahres" aus. Wie die Redaktion ihre Entscheidung begründet.

Die "Österreichs Journalist:in"-Redaktion begründet ihre Entscheidung für Herwig Langanger und Rainer Nowak mit folgenden zehn Punkten:

1. Sie haben "Die Presse" vom markenstarken Prestigeobjekt zum auch wirtschaftlich florierenden Kronjuwel der Styria gemacht. Schwarze Zahlen waren dort nie selbstverständlich. 

2. Es ist ihnen gelungen, die "Presse am Sonntag" als Fixbestandteil der österreichischen Zeitungslandschaft zu etablieren - trotz Verzichts auf "Klaubeutel". 

3. Die Ausweitung der Marke zu "mehr als nur Zeitung" ist geglückt, ohne die Qualitätsanmutung zu beschädigen. Im Gegenteil: Immer mehr sonnen sich gern im Schein der "Presse". 

4. Die Verankerung des Begriffs Premium hat neben dem Anspruch nach außen auch den Korpsgeist der Mitarbeiter gestärkt - insbesondere in der Redaktion. 

5. Das Duo ist aus dem Kielwasser des traditionellen Flaggschiffs der Styria, der "Kleinen Zeitung", gesteuert. Deren Gewinne müssen nicht mehr auch zur Stützung der "Presse" dienen. 

6. Das Magazinprojekt "Die Presse - Geschichte" nutzt einerseits das Archiv und stärkt andererseits die Kompetenz-Anmutung. 

7. Neben der vergleichsweise früh eingeführten Online-Bezahlschranke sorgt die konsequente Anti-Gratis- Strategie für eine Wertstärkung von Medieninhalten. 

8. Sie haben die Alleinstellungsmerkmale gegenüber den Mitbewerbern konsequent geschärft, ohne diese Konkurrenz offensiv in die Öffentlichkeit zu tragen. 

9. Die Digitalisierungsstrategie mit der Abkehr vom Reichweiten-Fetisch und der Konzentration auf zahlende Abonnenten wirkt langfristig schlüssig. 

10. Ihre komplementäre Wahrnehmung der wirtschaftlichen Aufgaben widerspricht den Vorurteilen gegen eine Personalunion von Chefredakteur und Geschäftsführer.

Mehr über Herwig Langanger und Rainer Nowak lesen Sie im aktuellen Magazin "Österreichs Journalist:in", das am 27. Oktober erscheint und entweder direkt beim Medienfachverlag Oberauer, auf https://shop.oberauer.com/medien/oesterreichs-journalist-in/ oder am iKiosk erhältlich ist.

Hintergrund: Die Auszeichnung wird jährlich an eine Führungskraft im österreichischen Medienmanagement vergeben, die durch ihre Tätigkeit die Grundlage für Journalismus fördert und damit zugleich einen wichtigen gesellschaftlichen Beitrag leistet. "Guter Journalismus braucht zwingend gutes Management. Das wollen wir mit dieser Auszeichnung deutlich machen und zugleich die Arbeit zweier außergewöhnlicher Medienmanager wertschätzen", erklärt "Journalist"-Herausgeber Georg Taitl.

Zur Person:

Herwig Langanger (44) ist Vorsitzender der Geschäftsführung der "Presse" und des Styria Medienhauses Wien. 2004 startete er als Assistent der Geschäftsführung und IT-Controller bei der Styria Konzern IT in Graz. Als Leiter des Controlling wechselte er 2005 zur "Presse", 2008 wurde er Prokurist, 2010 Geschäftsführer der "Presse"-Holding. Von 2012 bis 2016 war Langanger zusätzlich Geschäftsführer des "Wirtschaftsblatts". Seit 2018 ist er auch Geschäftsführer der Styria Digital Services.

Rainer Nowak (48) ist Chefredakteur, Herausgeber und Geschäftsführer der "Presse", bei der er 1996 im Ressort Innenpolitik begonnen hat. Er war dann u. a. für den Themenbereich NS-Entschädigungen zuständig, Ressortleiter Wien und schrieb auch für den britischen "The Independent". 2009 wurde er redaktioneller Leiter der neuen "Presse am Sonntag", 2010 auch des Ressorts Innenpolitik. Seit 2012 ist er Chefredakteur, seit 2014 auch Herausgeber; seit Juli 2017 auch Mitglied der Geschäftsführung.

Die bisher Ausgezeichneten:

2003: Horst Pirker, Styria

2004: Harald Knabl, "NÖN"

2005: Eva Dichand, "Heute"

2006: Oliver Voigt, News-Verlag

2007: Wolfgang Vyslozil, APA

2008: -

2009: Reinhold Gmeinbauer, "Presse"

2010: Horst Pirker, Styria

2011: Gerlinde Hinterleitner, standard.at

2012. Rudolf A. Cuturi, "OÖN"

2013: Markus Breitenecker, Puls 4

2014: Peter Kropsch, APA

2015: Alexander Wrabetz, ORF

2016: Gerhard Riedler, Mediaprint, "Krone"

2017: Markus Breitenecker, Puls 4

2018: Clemens Pig, APA

2019: Gerold Riedmann, "VN"

2020: Markus Mair, Styria

Hinweis: Das Branchenmagazin "Österreichs Journalist:in" erscheint wie kress.de im Medienfachverlag Oberauer.

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