Erfolg für die Friedrichs: Berliner Verlag kann schwarze Null schaffen

17.11.2021
 

Rund zwei Jahre nach ihrem Einstieg rechnen die Verleger von Berliner Zeitung und Berliner Kurier erstmals mit einem ausgeglichenen Betriebsergebnis. Wie Silke und Holger Friedrich das geschafft haben.

Für das vierte Quartal bestehe mit einem erwarteten Umsatz von 11,7 Millionen Euro erstmals der Ausblick auf ein ausgeglichenes Betriebsergebnis nach Abschreibungen und Zinsen, teilte der Berliner Verlag am Dienstag mit. Zu dem Medienhaus gehören neben der Berliner Zeitung unter anderem auch der Berliner Kurier und das Fan-Magazin des 1. FC Union Eisern.

Zur Erinnerung: Im Herbst 2019 hatte die Kölner Mediengruppe DuMont bekanntgemacht, dass sie sich von ihrem Berliner Verlag und den Berliner Zeitungen trennt. DuMont hatte das eigene Portfolio der Regionalzeitungen überprüft und hatte sich auch noch von anderen Zeitungen getrennt. Das Unternehmerehepaar Silke und Holger Friedrich übernahm den Berliner Verlag.

Der Verlag wertet nun die vorsichtig optimistische Bilanz als ersten nachhaltigen Erfolg der Transformation im Hause seit dem Eigentümerwechsel. "Die Fokussierung auf ertragsstärkere Geschäftsfelder, die Reduktion nicht mehr Ertrag erwirtschaftender Segmente sowie die Modernisierung von Arbeitskultur, Organisation und Infrastruktur zeigen Wirkung."

Kernstück der Transformation sei der Einsatz einer in der Verlagsgruppe eigenentwickelten Technologieplattform. Sie werde auch weiteren Verlagen zur Verfügung stehen. Die Plattform erlaube es, journalistische Inhalte bei niedrigeren Kosten zu publizieren. Der Verlag konzentriert sich nach eigenen Angaben aktuell auf den Auf- und Ausbau von Geschäftsfeldern wie den Ticketshop der Berliner Zeitung und des Berliner Kurier.

Eine sichtbare Veränderung im Berliner Verlag ist zuletzt an einer neuen Konzeption der Wochenendausgabe der Berliner Zeitung mit völlig neuem Look deutlich geworden. Sie ist laut Verlag auch in ausgewählten westdeutschen Großstädten erhältlich.

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