Auch durch die geringe Impfquote der Mitarbeiter: Thüringer Funke-Blätter mit weniger Ausgaben

26.11.2021
 

Die Thüringer Zeitungen der Funke-Mediengruppe sind auch wegen der niedrigen Corona-Impfquote der Mitarbeiter am Donnerstag mit deutlich weniger Lokalausgaben erschienen. Die Hintergründe.

Weil viele Beschäftigte nicht geimpft seien sowie wegen der hohen Auslastung der Testzentren sei "die Produktion der Tageszeitung im gewohnten Umfang so leider nicht gewährleistet", heißt es in einem Beitrag auf der Titelseite der Thüringer Allgemeinen.

So habe es am Donnerstag 10 statt der üblichen 26 Print-Lokalausgaben von Thüringer Allgemeine (Erfurt), Thüringische Landeszeitung (Weimar) und Ostthüringer Zeitung (Gera) gegeben, teilte die Funke-Mediengruppe auf dpa-Anfrage in Essen mit. Die drei Zeitungen haben eine Auflage von insgesamt 185.000 Exemplaren. Im E-Paper waren die Zeitungsausgaben dagegen vollständig.

Hintergrund ist die seit Mittwoch geltende 3G-Regelung, wonach Arbeitgeber ihren Beschäftigten nur dann Zugang zu Betrieben gewähren dürfen, wenn diese geimpft, genesen oder negativ-getestet sind. Auf ein Testergebnis müssten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter teils deutlich länger warten, heißt es in dem Zeitungsbeitrag der Thüringer Allgemeinen. "Daher ist es leider zu Fehlzeiten in einzelnen Schichten an unserem Druckstandort gekommen." Unklar sei, wann die drei Zeitungen wieder mit der üblichen Zahl der Lokalausgaben erscheinen könnten.

Hintergrund: Laut Robert Koch-Institut hat Thüringen die drittniedrigste Impfquote. Der Anteil der vollständig geimpften Menschen liegt hier nach Zahlen von Donnerstag bei 62,2 Prozent - nur in Brandenburg (61,8 Prozent) und Sachsen (57,9 Prozent) ist der Anteil geringer.

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