Tina Hassel bleibt zwei weitere Jahre Chefredakteurin im ARD-Hauptstadtstudio

 

Eigentlich wäre Tina Hassel zwischenzeitlich ja gerne mal neue ZDF-Intendantin geworden. Nun bleibt sie Chefredakteurin im ARD-Hauptstadtstudio. Der Vertrag dafür wurde nun bis Mai 2024 verlängert. Ihr Nachfolger für die Zeit danach steht allerdings jetzt schon fest.

Im Juli dieses Jahres hatte Hassel nach zwei unentschiedenen Wahlgängen im ZDF-Fernsehrat ihre Kandidatur um die damals anstehende Nachfolge von Thomas Bellut wieder zurückgezogen. Anstatt ihr wurde bekanntlich dann Norbert Himmler zum ZDF-Intendanten gewählt (kress.de berichtete). Er wird sein Amt im März nächsten Jahres antreten.

Nun steht fest: Tina Hassel bleibt bis zum 31. Mai 2024 Chefredakteurin des ARD-Hauptstadtstudios. Ihr Vertrag dafür wurde nun gemäß der ARD-Richtlinien zum letzten Mal verlängert. Den Posten hat die 57-Jährige bereits seit Juli 2015 inne.

Was die Intendantinnen und Intendanten aktuell aber auch beschlossen: Markus Preiß, derzeit Leiter des ARD-Studios in Brüssel, wird dann 2024 die Nachfolge von Tina Hassel in Berlin antreten.

"Tina Hassel ist eine engagierte, profilierte und höchst kompetente Journalistin. Ihr gelingt es, die Bundespolitik und deren Mechanismen verständlich zu machen. Sie ist eine profunde Kennerin des Berliner Politbetrieb", sagt Tom Buhrow, der scheidende ARD-Vorsitzende und amitierende WDR-Intendant.

Über die Verpflichtung von Markus Preiß freut er sich. Er bezeichnet ihn als "angesehenen Journalisten der ARD", so Buhrow. "Ob als Leiter der Tagesschau-Redaktion in Köln oder als Korrespondent in Paris und Brüssel - Markus Preiß hat es immer verstanden, den Menschen komplexe Themen auf einem hohen journalistischen Niveau nahe zu bringen."

Weiter wurde von den Intendantinnen und Intendanten beschlossen, Martin Ganslmeier als crossmedialen Koordinator und Leiter der Gemeinschaftsredaktion Radio im ARD-Hauptstadtstudio zu bestätigen. Er wird diesen Posten bis 2025 innehaben.

Zu den Personen: Die gebürtige Kölnerin Tina Hassel volontierte nach einem Geschichtsstudium in Köln und Bordeaux einst beim WDR. Dort arbeitete sie zunächst als Redakteurin in der Redaktionsgruppe Wirtschafts- und Sozialpolitik und moderierte das wöchentliche WDR-Magazin "Markt". Von 1994 bis 2001 war sie ARD-Korrespondentin in Paris und Brüssel, bevor sie ab 2002 zehn Jahre lang die WDR-Programmgruppe Europa und Ausland leitete. Von 2012 bis 2015 übernahm Hassel die Leitung des ARD-Studios Washington. Seit 1. Juli 2015 ist sie Studioleiterin und Chefredakteurin des ARD-Hauptstadtstudio. Im Wechsel mit ihrem Stellvertreter Matthias Deiß moderiert sie den sonntäglichen "Bericht aus Berlin" in der ARD.

Markus Preiß (43) studierte Journalistik und Politikwissenschaften an der Universität Dortmund. Anschließend berichtete er als Reporter für Tagesschau und Tagesthemen aus Köln. Von 2006 bis 2011 war er ARD-Korrespondent in Brüssel, sein Themenschwerpunkt lag auf der Finanz- und Eurokrise. Nach seiner Tätigkeit als Redakteur im "ARD-Morgenmagazin" wurde Markus Preiß 2013 Korrespondent in Paris, danach Leiter der "Tagesschau-/Tagesthemen"-Redaktion des WDR in Köln. Vielen Zuschauern ist er als Kommentator in den "Tagesthemen" und Moderator des "Brennpunkt" bekannt. Zudem berichtete er für ARD und WDR vom Tsunami auf Sri Lanka, von den Terroranschlägen in London und dem Konflikt in der Ukraine. Seit 1. August 2016 ist Markus Preiß Leiter des ARD-Europastudios in Brüssel.

Martin Ganslmeier (57) wechselte für seine neuen Aufgabe von Washington nach Berlin. Er war bislang US-Korrespondent und Leiter des ARD-Hörfunkstudios in Washington. Vor seiner Zeit in den USA war Ganslmeier viereinhalb Jahre Leiter der Intendanz beim Norddeutschen Rundfunk und fünf Jahre lang Leiter der Intendanz beim Saarländischen Rundfunk.

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