Unwiderstehliche Herausforderung: Wolfgang Büchner wird Vize-Regierungssprecher

07.12.2021
 

Auf Vorschlag von FDP-Chef Lindner soll der ehemalige Spiegel- und dpa-Chefredakteur, Wolfgang Büchner, einer der beiden stellvertretenden Regierungssprecher werden. Was Büchner dazu sagt.

Wolfgang Büchner wird laut Spiegel einer der beiden Vizeregierungssprecher des künftigen Ampel-Kabinetts. Der FDP-Vorsitzende und künftige Bundesfinanzminister Christian Lindner habe Büchner für diesen Posten vorgeschlagen.

Die Bestellung des Regierungssprechers und der beiden stellvertretenden Regierungssprecher muss noch vom neuen Bundeskabinett bestätigt werden. Voraussichtlich werde die Zustimmung kommende Woche erfolgen, berichtet Severin Weiland im Spiegel.

Als erster Regierungssprecher ist Steffen Hebestreit vorgesehen, der derzeit noch für Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) als Sprecher arbeitet. Scholz wird am Mittwoch im Bundestag zum Kanzler gewählt.

Büchner sagte dem Spiegel am Dienstag, Lindner habe ihn gefragt, ob er ihn als stellvertretender Regierungssprecher vorschlagen dürfe. "Dieses Angebot habe ich sehr gerne angenommen. Das Projekt der Ampel, diesen politischen Aufbruch in unserem Land kommunikativ zu begleiten, ist eine unwiderstehliche Herausforderung".

Auf seinem Twitter-Account schrieb Büchner: "Das Angebot von FDP-Chef @c_lindner, mich als Stv. Regierungssprecher vorzuschlagen, ehrt mich. Sollte mich das Bundeskabinett mit diesem Amt betrauen, trete ich es sehr gerne an. Den politischen Neufang in unserem Land würde ich mit Freude kommunikativ begleiten."

Erst im April war Büchner als Senior Advisor zu der zur Publicis Groupe Germany gehörenden Agentur MSL gewechselt (kress.de berichtete). Büchner kommentierte seinen Seitenwechsel so: "Nach mehr als 30 spannenden Jahren im Journalismus, habe ich im vergangenen Jahr viel mit Freunden und Kollegen gesprochen, um herauszufinden, welche Aufgabe mich noch reizen könnte. Unter anderem unterhielt ich mich lange mit dem früheren Chefredakteur der Financial Times, Andrew Gowers, der vor Jahren ebenfalls auf die Kommunikationsseite wechselte. Andrew sagte den schönen Satz:  'It's oddly satisfying to be on the pitch and not only on the stands.' Meine ersten Projekte bei MSL haben das zu 100 Prozent bestätigt. Die Perspektive auf dem Spielfeld ist mindestens so spannend, wie der Blick von der Pressetribüne."

Zur Person: Wolfgang Büchner war vor seiner Selbstständigkeit bis Anfang 2019 Chief Content Officer bei der Madsack Mediengruppe sowie Chefredakteur und Geschäftsführer des RedaktionsNetzwerks Deutschland (RND). Davor wirkte Büchner als Chefredakteur der Deutschen Presse-Agentur (dpa), Chefredakteur von Der Spiegel und Spiegel Online sowie Geschäftsführer der Blick-Gruppe des Schweizer Medienkonzerns Ringier.

Sein Beratungsmandat für die FDP führte Wolfgang Büchner unabhängig von seiner Arbeit bei MSL fort.

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