DJV-Chef Überall fordert verkürzte Quarantäne für Journalisten

06.01.2022
 

"Die Versorgung der Menschen mit verlässlichen Informationen ist genauso wichtig wie funktionierende Stromnetze oder Wasserversorgung", stellt DJV-Bundesvorsitzender Frank Überall fest - und macht sich für eine Verkürzung der Quarantäne- und Isolationsfristen für Journalisten stark.

Bund und Länder wollen am morgigen Freitag verkürzte Quarantäne- und Isolationsfristen für Berufe beschließen, die zur kritischen Infrastruktur zählen. Die Rede ist von fünf Tagen Quarantäne für Kontaktpersonen und von sieben Tagen Isolation für Infizierte, wenn keine Symptome vorliegen.

Für den DJV-Chef Frank Überall muss das auch für Journalisten gelten. Denn: Die Versorgung der Menschen mit verlässlichen Informationen sei genauso wichtig wie funktionierende Stromnetze oder Wasserversorgung, so Überall. Das gelte insbesondere vor dem Hintergrund von Desinformationskampagnen, gegen die nur gut recherchierter Journalismus helfe. Überall: "Wenn Journalisten symptomfrei sind, müssen sie so schnell wie möglich ihren Job machen können."

Der DJV-Vorsitzende fordert in dem Zusammenhang Kulturstaatsministerin Claudia Roth auf, sich aktiv für das wirtschaftliche Überleben der freien Journalisten einzusetzen. Überall: "Im Journalismus sind die Freien die größten Leidtragenden der Corona-Pandemie. Der Bund darf nicht tatenlos zusehen, wie sie ihre Existenzgrundlage verlieren."

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