Neuer Chefredakteur nach dem Eigentümerwechsel: Gerd Schneider steuert Mittelbayerische Zeitung - Manfred Sauerer bleibt zunächst an Bord

13.01.2022
 

Nach der Übernahme durch die Verlagsgruppe Passau um Verlegerin Simone Tucci-Diekmann wird Gerd Schneider bei der Mittelbayerischen Zeitung neuer Chefredakteur. Er folgt in Regensburg auf Manfred Sauerer.

Gerd Schneider (58) ist schon Chefredakteur des auch zur Verlagsgruppe Passau gehörenden Donaukurier in Ingolstadt. Ab Februar werde er die neue Aufgabe als Chefredakteur der Mittelbayerischen "bis auf Weiteres" zusätzlich übernehmen, heißt es bei dem Medienunternehmen.

Die Verlagsgruppe rund um die Passauer Neue Presse hatte die Mittelbayerische (MZ) im vergangenen Jahr übernommen. Durch das Geschäft entsteht ein Verbreitungsgebiet vom Osten Bayerns bis nach Ingolstadt in Oberbayern mit dem dort vor knapp fünf Jahren gekauften Donaukurier.

Der bisherige MZ-Chefredakteur Manfred Sauerer (65) bleibt nach dem Wechsel bis Jahresende unter anderem für Projekte an Bord. In einer Mitteilung an die Belegschaft betont er, die Entscheidung sei im besten Einvernehmen mit der Passauer Verlegerin Simone Tucci-Diekmann und Geschäftsführer Thomas Huber gefallen.

"Ich bin seit Juli 1977 bei der Mittelbayerischen und hatte die wunderbare Gelegenheit, viele Entwicklungen mitzugestalten und Innovationen anzustoßen", schreibt Sauerer. "Aber jetzt ist es Zeit, einem Nachfolger Platz zu machen." Sein Nachfolger Schneider war schon einmal bei der MZ - von 2007 bis 2010 war er dort Chef der Sportredaktion.

Hintergrund: Die Verlegerfamilien Esser (MZ) und Diekmann (Verlagsgruppe Passau) hatten sich Ende Juli 2021 auf den Deal geeinigt. Über sämtliche Details war Stillschweigen vereinbart worden. Die Familie Esser ist aus der Gesellschaft ausgeschieden.

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