Warum impulse-Verleger Nikolaus Förster jetzt ein Bewerbungsverfahren für Mitglieder startet

27.01.2022
 

Eine Magazinmarke wird zum exklusiven Netzwerk für Inhaber und Geschäftsführer. impulse-Verleger Nikolaus Förster sagt: "Es ist für alle gewinnbringend, wenn man Erfolgsrezepte teilt und voneinander lernt.“

Der Hamburger Verlag Impulse Medien, der das Unternehmermagazin impulse herausgibt, lässt ab sofort nur noch Kunden zu, die erfolgreich ein Aufnahmeverfahren durchlaufen haben. Für eine impulse-Mitgliedschaft bewerben können sich Unternehmerinnen und Unternehmer, die sich zu den Werten des ehrbaren Kaufmanns bekennen, Interesse an einer unternehmerischen Weiterentwicklung haben und das Netzwerk nicht zur Akquise nutzen. Teil des Bewerbungsverfahrens ist ein persönliches Gespräch, in dem die unternehmerische Situation reflektiert und konkrete Ziele formuliert werden.

"Es ist für alle gewinnbringend, wenn man Erfolgsrezepte teilt und voneinander lernt", sagt impulse-Verleger Nikolaus Förster. "Voraussetzung ist allerdings, dass man auf Menschen trifft, mit denen man wirklich auf Augenhöhe reden kann und die gleichen Werte teilt. Deshalb beschränken wir künftig den Zugang zum impulse-Netzwerk."

Für die 1980 gegründete Unternehmermarke ist die Einführung eines Bewerbungsverfahrens eine wichtige strategische Weichenstellung. "Einst gestartet als Unternehmermagazin hat sich impulse zu einem lebendigen Netzwerk weiterentwickelt, das nicht nur von den Recherchen der Redaktion lebt, sondern auch vom reichen Erfahrungsschatz der Mitglieder", sagt Nikolaus Förster. Sie haben Zugriff auf Informationen - über das impulse-Magazin, Downloads mit vertiefenden Recherchen und Checklisten sowie Audiodateien - und können sich mit anderen Mitgliedern austauschen: über Videokonferenzen, exklusive Firmenbesuche und Unternehmer-Camps. Neu ist ab Ende Januar zudem ein digitales Forum, in dem sich impulse-Mitglieder branchen- und regionenübergreifend gegenseitig unterstützen können.

Die Weiterentwicklung der Marke spiegelt sich auch in der Mehrwertsteuer: Galt in der Vergangenheit - mit dem stärkeren Fokus auf das Magazin - der reduzierte Satz in Höhe von 7 Prozent, beträgt er künftig, wie auch bei anderen Netzwerken, 19 Prozent. Da sich der Betrag in der Regel mit der Umsatzsteuer, die selbst eingenommen wird, verrechnen lässt, handelt es sich bei der Steuer für die meisten Mitglieder allerdings um einen durchlaufenden Posten. Der Mitgliedschaftsbeitrag beträgt ab 2022 490 Euro netto pro Jahr.

Hintergrund: Die Marke gibt es seit 1980, als der Hamburger Verlag Gruner + Jahr das Unternehmermagazinimpulse auf den Markt brachte. 2013 gelang es dem damaligen Chefredakteur Nikolaus Förster, impulse im Zuge eines Management-Buy-outs zu übernehmen und mit seinem 20-köpfigen Team den Verlag Impulse Medien aufzubauen. Mitgesellschafter ist der Hamburger Kaufmann Dirk Möhrle.

Herkömmliche Verlagspraktiken stoppte Impulse Medien nach dem Neustart: Verzichtet wurde auf Aboprämien, feste Abolaufzeiten, externe Callcenter und 2019 schließlich auch auf eine klassische Reichweitenvermarktung mit aufgebauschten Auflagen. Durch den Verzicht auf verbilligte Abonnements, Bordexemplare, Lesezirkel-Exemplare und sonstige Verkäufe wurde die Auflage damals um 70.000 Exemplare reduziert, so dass es seither nur noch voll bezahlte Magazinexemplare gibt - nachdem Motto "100 % Zielgruppe, 0 % Streuverlust". Aktuell liegt die Auflage bei 6.594 Exemplaren (IVW4/2021). 96 Prozent der impulse-Mitglieder sind Unternehmer und Entscheider.

Das impulse-Team ist seit dem Neustart stark gewachsen und besteht inzwischen aus knapp 50 Köpfen. Das Angebot für Unternehmer wurde Schritt für Schritt ausgeweitet: Neben dem Monatsmagazin wurden neue digitale Angebote entwickelt, eine eigene impulse-Akademie mit Seminaren und Coaching gegründet, Unternehmerreisen organisiert und crossmediale Projekte gestartet, etwa Filmduelle zwischen Gründern und Marktführern ("Kreative Zerstörer"). Neben der Standardmitgliedschaft können sich Inhaber und Geschäftsführer für zwei weitere Angebotebewerben: für eine Premiummitgliedschaft, die 149 Euro netto im Monat kostet, sowie für die Teilnahme an Mastermind-Gruppen, die ein Jahr lang laufen und 299 Euro netto im Monat kosten.

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