Einmal kurz das Kleid aufzippen: Verleger Wolfgang Fellner muss Widerruf veröffentlichen

14.02.2022
 
 

Der österreichische Medienmanager Wolfgang Fellner hatte Schilderungen einer ehemaligen Mitarbeiterin, die ihm sexuelle Belästigung vorwirft, als "frei erfunden" bezeichnet. Nun musste Fellner in einer großen Tageszeitung widerrufen.

"Österreich"-Herausgeber Wolfgang Fellner musste am Freitag im "Standard" einen Widerruf veröffentlichen. Er hatte Aussagen seiner ehemaligen Mitarbeiterin Katia Wagner im Zusammenhang mit Vorwürfen der sexuellen Belästigung gegenüber der Tageszeitung als "frei erfunden" bezeichnet. Wagner klagte erfolgreich auf Unterlassung und Widerruf. Ihr Anwalt Michael Rami postete Fellners Widerruf auf Twitter.

In dem "Widerruf" von Wolfgang Fellner heißt es:

"Im Mai 2021 hat "Der Standard" berichtet, dass ich zu Katia Wagner geäußert hatte:

  • dass ich sie lieben würde,
  • ob ich in ihr Kleid "hinten reinschauen" und es einmal kurz aufzippen" solle;
  • dass es gut für sie wäre, hätte sie einen Mann wie mich an ihrer Seite;
  • ich sie in Zukunft stärker in meinen "Schwitzkasten" nehmen werde.

Ich hatte dazu behauptet, dass Katia Wagner diese meine Äußerungen frei erfunden hätte. Das widerrufe ich hiermit."

Zur Person: Wolfgang Fellner ist Miteigentümer der Mediengruppe Österreich, zu der die einflussreiche Tageszeitung "Österreich" und der Fernsehsender oe24.TV gehören. Fellner ist Herausgeber und Geschäftsführer der Boulevardzeitung sowie Geschäftsführer der dazugehörigen Website oe24.at. 2016 startete er außerdem den TV-Kanal oe24.TV, wo er selbst als Anchorman der Talksendung "Fellner Live!" auftritt.

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